PolitikNews

Türkei: Ankara macht bei Gaza-Flottille Rückzieher

Türkei

Ankara macht bei Gaza-Flottille Rückzieher

Wenige Tage vor dem geplanten Ablegen einer neuen Gaza-Flottille haben die türkischen Organisatoren auf Druck der Regierung einen Rückzieher gemacht. Aus "technischen Gründen" werde das Leitschiff "Mavi Marmara" nicht wie geplant Ende Juni mit Kurs auf den Gazastreifen ablegen, sagte ein Sprecher der türkisch-islamischen Hilfsorganisation IHH am Freitag in Istanbul. Es werde aber auch kein anderes türkisches Schiff starten. Die türkische Regierung hatte die IHH - auch mit Blick auf die Eskalation der Gewalt im Nachbarland Syrien - aufgefordert, ihre Pläne zu überdenken.

Japan

Radioaktiv verseuchtes Wasser in Fukushima wird gereinigt

Der Kraftwerksbetreiber Tepco hat am Freitag damit begonnen, mehr als 100 000 Tonnen hoch radioaktiv verseuchtes Wasser aus dem japanischen Unglücksreaktor Fukushima 1 zu reinigen. Wie Tepco mitteilte, wurde die mit französischer und US-Technologie gebaute Anlage am Abend in Betrieb genommen. Bei Tests am Vortag waren sechs Tonnen Wasser ausgetreten, dieses Problem sei aber jetzt behoben. Täglich sollen in der Anlage 1200 Tonnen Wasser von Cäsium und anderen radioaktiven Materialien sowie Öl und Meersalz befreit werden.

Dänemark

Greenpeace-Chef auf Ölplattform festgenommen

Aus Protest gegen Tiefseebohrungen in der Arktis ist der Chef der Umweltschutzorganisation Greenpeace auf eine Ölplattform geklettert und von der Polizei festgenommen worden. Polizeisprecher Morten Nielsen erklärte, Exekutivdirektor Kumi Naidoo sei gemeinsam mit einem norwegischen Aktivisten auf der Plattform "Leiv Eriksson" festgenommen worden. Beide sollten in die grönländische Hauptstadt Nuuk gebracht werden.

Syrien

Flüchtlinge treten in den Hungerstreik

Syrische Flüchtlinge in der Türkei sind am Freitag aus Protest gegen ihre Abschottung durch die türkischen Behörden in einen Hungerstreik getreten. Der Hungerstreik im Flüchtlingslager Yayladagi habe nach dem Freitagsgebet begonnen, sagte ein syrischer Dissident in der Türkei. Das Aufnahmelager beherbergt inzwischen mehrere Tausend Flüchtlinge. Mit dem Hungerstreik protestierten die Flüchtlinge gegen das Ausbleiben von Besuch, das Verbot, gegen die syrische Führung zu demonstrieren, sowie gegen mangelnden Kontakt zur Außenwelt. Zudem hätten türkische Wachleute am Donnerstag Flüchtlinge geschlagen.