Gesetz unterzeichnet

Kolumbien entschädigt Bürgerkriegsopfer

Kolumbiens Präsident Juan Manuel Santos hat ein Gesetz zur Entschädigung von Opfern des jahrzehntelangen Konflikts in dem Andenland unterzeichnet.

In Anwesenheit von UN-Generalsekretär Ban Ki-moon setzte Santos das "Gesetz der Opfer und der Rückgabe von Land" in Kraft, wie die Tageszeitung "El Espectador" am Sonnabend berichtete. Menschenrechtler begrüßten die geplanten Maßnahmen. Präsident Santos sprach von einem "historischen" Gesetz. Der kolumbianische Staat sei dazu bereit, eine lange aufgeschobene moralische Schuld zu tilgen. Das Gesetz sei ein "fundamentaler Schritt", um die Lösung des Konflikts einzuleiten, lobte Ban Ki-moon. In Kolumbien würden jedoch immer noch Menschen ermordet, weil sie ihre Rechte verteidigen, mahnte der UN-Generalsekretär. Verteidiger der Menschenrechte müssten besser geschützt werden. Das Gesetz sieht Entschädigungszahlungen für Menschen vor, die ab 1985 Opfer der politischen Gewalt wurden.