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Tunesien: Weitere 20 tote Flüchtlinge gefunden

Tunesien

Weitere 20 tote Flüchtlinge gefunden

Im Flüchtlingsdrama vor der tunesischen Küste sind nach der Wiederaufnahme der Suche am Sonntag 20 Leichen geborgen worden. Das gab ein Polizeisprecher der Küstenstadt Sfax bekannt. Die tunesischen Behörden hatten von 200 bis 270 Vermissten gesprochen, nachdem am Dienstag ein Flüchtlingsboot mit 850 Menschen an Bord nach einer Motorpanne vor den Kerkenna-Inseln gekentert war. Die Bergungsaktion war am frühen Donnerstag wegen schlechten Wetters zwei Tage ausgesetzt worden. Bis dahin waren 583 Passagiere gerettet und zwei Leichen geborgen worden.

Portugal

Erdrutschsieg der Opposition - Sócrates gibt Parteivorsitz ab

Hochrechnungen zufolge haben die konservativen Sozialdemokraten bei der Parlamentswahl in Portugal einen Erdrutschsieg errungen. Der geschäftsführende portugiesische Ministerpräsident José Sócrates ist daraufhin als Führer der Sozialistischen Partei (PS) zurückgetreten. Er sei für deren Niederlage verantwortlich, sagte er. Laut Wählerbefragung des Rundfunksenders TVIndependente kamen die oppositionellen Sozialdemokraten auf 38 bis 42,5 Prozent der Stimmen. Die Sozialisten von Sócrates bekamen zwischen 24 bis 29 Prozent.

Afghanistan

Bundeswehr soll drei Angreifer erschossen haben

Bei den Zusammenstößen vor dem Bundeswehrstützpunkt im nordafghanischen Talokan Mitte Mai haben Bundeswehrsoldaten möglicherweise drei gewalttätige Demonstranten erschossen. Das geht dem Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" zufolge aus einem Untersuchungsbericht der UN hervor. Das Verteidigungsministerium erklärte am Sonntag, bevor die laufenden Untersuchungen nicht abgeschlossen sind, bleibe unklar, ob "möglicherweise Angreifer durch deutsche Soldaten getötet wurden". Am 18.Mai war eine Trauerfeier für vier afghanische Opfer in Talokan eskaliert.