Naturkatastrophe

Taifun bedroht Atomkraftwerk in Fukushima

Dem havarierten japanischen Atomkraftwerk Fukushima droht nun auch noch ein schwerer Taifun. Nach Angaben des japanischen Wetterdiensts wütete "Songda" am Sonnabend mit einer Windgeschwindigkeit von bis zu 216 Stundenkilometern vor der japanischen Insel Miyako-jima vor der Küste Taiwans.

Demnach könnte er bis Montag die Hauptstadt Tokio erreichen und in Richtung des rund 200 Kilometer entfernten Fukushimas weiterziehen. Der Verlauf des Taifuns sei noch nicht sicher vorauszusagen, teilte der Wetterdienst weiter mit. Der Sturm habe der Region um die Kraftwerksruine aber bereits starken Regen gebracht. Um eine Verteilung radioaktiv belasteten Materials von der Erdoberfläche durch Wind oder Regen in die Umgebung zu verhindern, versprühte der Kraftwerksbetreiber Tepco nach eigenen Angaben über den Reaktoren von Fukushima Kunstharz zur Bindung loser Partikel. Ein Tepco-Sprecher sagte, die in dem Kraftwerk eingesetzten Arbeiter sollten auch bei einem Sturm weiterarbeiten. "Es steht aber noch nicht fest, wie wir genau vorgehen würden, wenn starke Taifune den Meiler träfen", sagte er.