Auslandsreise

Obama nennt Solidarnosc eine Inspiration für die Welt

US-Präsident Barack Obama hat am Samstag in Polen Vertreter der Solidarnosc-Bewegung getroffen und ihre Arbeit als Inspiration für die Welt bezeichnet. Die Erfahrungen Polens mit einem Übergang zur Demokratie seien von großem Wert für Tunesien und andere Länder der arabischen Welt, erklärte Obama.

"Wir wissen alle, dass die Emotionen nach dem Sturz eines repressiven Regimes hochkochen", sagte der Präsident. "Aber neuen demokratischen Regierungen muss es gelingen, diese Energie in konstruktive Bahnen zu lenken und an sich höhere Standards anzulegen als an ihre autoritären Vorgänger." An dem Treffen sollte auch der Gründer von Solidarnosc, Lech Walesa, teilnehmen. Er sagte allerdings kurz vor der Ankunft Obamas in Polen mit der Begründung ab, das Treffen sei wenig mehr als ein Fototermin und reiste zu einem Bibel-Festival nach Italien.

Zuvor traf Obama im Warschauer Präsidentenpalast mit seinem polnischen Kollegen Bronislaw Komorowski zusammen. Der US-Präsident versicherte Polen, dass seine Bemühungen zur Verbesserung der amerikanischen Beziehungen zu Russland keine Bedrohung für Ost- und Mitteleuropa darstellten.