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Bundeswehr: De Maizière will Migranten für die Armee gewinnen

Bundeswehr

De Maizière will Migranten für die Armee gewinnen

Verteidigungsminister Thomas de Maizière (CDU) will die Bundeswehruniversitäten in Hamburg und München für alle Studenten öffnen, um auch dort Nachwuchs für die künftige Freiwilligenarmee zu werben. "Ich sehe die Chance, dass wir in diesem intellektuellen Klima eine Rekrutierungsbasis neuer Art bekommen", sagte de Maizière der Berliner Morgenpost. "Das kann sehr befruchtend sein für die Bundeswehr." Der Minister hatte in dieser Woche die Eckpunkte für eine Neuausrichtung der Streitkräfte vorgestellt. Nachwuchs zu gewinnen werde nach der Aussetzung der Wehrpflicht zum 1. Juli ein zentrales Anliegen, sagte er. Auch Migranten müssten für die Truppe gewonnen werden - "wenn sie die deutsche Staatsbürgerschaft haben, das ist zwingend".

Hackerangriff

Piratenpartei nach Polizeiaktion wieder online

Die Piratenpartei ist nach der Beschlagnahme ihrer Internetserver durch die Staatsanwaltschaft Darmstadt wieder online. "Wir nehmen unsere Kommunikationsinfrastruktur Stück für Stück wieder in Betrieb", sagte ein Parteisprecher. Die Staatsanwaltschaft hatte die Server wegen eines möglichen Hackerangriffs unbekannter Täter mit Hilfe der Piratenpartei-Server auf den französischen Elektrizitätskonzern EDF beschlagnahmen lassen.

Ausländer

Experten kritisieren inkonsequente Abschiebung

Eine Expertengruppe von Bund und Ländern hat die deutsche Abschiebepraxis scharf kritisiert. Das aus Landesbeamten und Bundespolizisten bestehende Gremium wirft Politikern und Behörden in einem Erfahrungsbericht fehlende Standhaftigkeit vor, Ausländer in ihre Heimatstaaten zurückzuschicken, wie das Nachrichtenmagazin "Der Spiegel" schreibt. Dies habe dazu geführt, dass 2010 nur 14,8 Prozent der Ausreisepflichtigen die Bundesrepublik verlassen hätten. Nur ein Teil davon - 930 Menschen - sei abgeschoben worden.

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