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NS-Verbrecher: Demjanjuk aus der Haft entlassen

NS-Verbrecher

Demjanjuk aus der Haft entlassen

Der ehemalige KZ-Wachmann John Demjanjuk ist am Freitagnachmittag aus dem Münchner Gefängnis Stadelheim entlassen worden. Die Vollzugsanstalt habe im Münchner Stadtgebiet und dem näheren Umfeld nach einem Platz in einem Alten- und Pflegeheim für den 91 Jahre alten Mann gesucht, sagte der Anstaltsleiter Michael Stumpf. Das Landgericht München II hatte den aus der Ukraine stammenden 91-Jährigen am Donnerstag der Beihilfe zum Mord an mindestens 28 060 Menschen im Jahr 1943 schuldig gesprochen und ihn zu fünf Jahren Haft verurteilt. Da das Urteil aber noch nicht rechtskräftig ist, ordnete der Vorsitzende Richter Demjanjuks Freilassung an.

"Maulwurf"

Finanzministerium durchsucht E-Mail-Konten

Das Bundesfinanzministerium durchsucht die E-Mail-Konten mehrerer Mitarbeiter, um einen möglichen "Maulwurf" im eigenen Haus zu finden. Betroffen sei ein übersichtlicher Kreis von Menschen, sagte Ministeriumssprecher Martin Kotthaus am Freitag in Berlin. Außerdem würden dienstrechtliche Erklärungen von einzelnen Mitarbeitern eingefordert. Hintergrund ist das Auftauchen von Inhalten eines internen Vorbereitungspapiers zum Treffen einiger Finanzminister am vergangenen Freitag in Luxemburg. In Medienberichten wurde aus dem Papier zitiert. Demnach wurden in dem Dokument die Folgen eines möglichen Austritts Griechenlands aus der europäischen Währungsunion beschrieben. Die Veröffentlichung führte zu heftigen Spekulationen an den Finanzmärkten.

Gorch Fock

Tote Kadettin: Staatsanwalt braucht noch Zeit

Die Kieler Staatsanwaltschaft braucht für die Prüfung des tödlichen Unfalls der Kadettin Sarah Seele auf der "Gorch Fock" noch einige Wochen Zeit. Voraussichtlich im Juni werde entschieden, ob Ermittlungen wegen fahrlässiger Tötung aufgenommen werden oder nicht, sagte Oberstaatsanwältin Birgit Heß. Die 25-jährige Offiziersanwärterin war im vergangenen November am ersten Tag der Segelvorausbildung im Hafen von Salvador de Bahia (Brasilien) aus der Takelage gestürzt. Laut "Spiegel" hatte die Kadettin siebenmal Auf- und Abentern müssen. Die Mutter der Kadettin erstattete Strafanzeige wegen fahrlässiger Tötung.