Bundespräsident

Gestrandet in São Paulo

Bundespräsident Christian Wulff und seine Frau Bettina sind später als geplant von einen Staatsbesuch in Brasilien zurückgekehrt. Die Abreise des Präsidentenpaars erschob sich aufgrund von technischen Problemen mit dem Regierungsflieger.

Sie verbrachten den Tag bei einer Stadtrundfahrt in São Paulo und flogen am Abend mit einer Linienmaschine zurück. Überschattet wurde der Staatsbesuch auch von Turbulenzen politisch-ökonomischer Natur. Wulff sagten einen für Sonnabend geplanten Besuch des neuen ThyssenKrupp-Stahlwerks in Rio de Janeiro ab. Er begründete dies in São Paulo mit den "kurzfristig angekündigten umfangreichen Umstrukturierungen im ThyssenKrupp-Konzern mit noch nicht absehbaren Auswirkungen". Deutschlands größter Stahlkonzern will sich von rund 35 000 seiner weltweit 177 000 Mitarbeiter trennen. Er sei von der Terminabsage "überrascht" gewesen, sagte der Vorsitzende des Konzernbetriebsrats, Thomas Schlenz am Sonnabend. Er begrüße aber, dass die Politik die Sorgen des Betriebsrats um die von der Umstrukturierung betroffenen Beschäftigten teile.