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Homburger bleibt FDP-Chefin in Baden-Württemberg

Birgit Homburger bleibt Landesvorsitzende der FDP in Baden-Württemberg. Die 46-Jährige setzte sich auf dem Landesparteitag am Samstag in Stuttgart im zweiten Wahlgang knapp gegen ihren Herausforderer, den EU-Abgeordneten Michael Theurer, durch. Für Homburger stimmten 199 Delegierte, Theurer erhielt 192 Stimmen.

Sieben Delegierte stimmten mit Nein, zwei enthielten sich. Im ersten Wahlgang hatten beide Kandidaten 180 Stimmen erhalten und damit die absolute Mehrheit verfehlt.

Homburger kündigte an, sie wolle ihre Erfahrungen einbringen, um die Liberalen im Südwesten aus dem Tal herauszuführen. Die FDP müsse sich stärker an der Lebenswirklichkeit der Menschen orientieren. So sollten sich die Liberalen dafür einsetzen, dass der Grundsatz "gleicher Lohn für gleiche Arbeit" auch für Frauen gelte. Solche Themen seien zwar keine originär liberalen Themen, aber Gerechtigkeitsthemen. Sie passten damit ins liberale Portfolio.

Mit Homburger an der Parteispitze hatte die FDP in Baden-Württemberg im März ihre bislang schlimmste Niederlage bei einer Landtagswahl kassiert. Im Vergleich zur Wahl 2006 halbierte sich ihr Ergebnis. Die Liberalen schafften mit 5,3 Prozent nur knapp den Wiedereinzug in den Landtag und mussten ebenso wie der ehemalige Koalitionspartner CDU auf der Oppositionsbank Platz nehmen. Als Konsequenz aus der Wahlschlappe trat der FDP-Vorstand am Samstag geschlossen zurück und machte damit den Weg für die Neuwahlen frei.