Konflikt

Jemenitischer Präsident soll Rücktritt zugestimmt haben

Der jemenitische Präsident Ali Abdullah Saleh will offenbar in den kommenden 30 Tagen zurücktreten. Er habe einem entsprechenden Vorschlag des Golfkooperationsrates zugestimmt, berichtete das jemenitische Staatsfernsehen am Sonnabend.

Er sei bereit, die Macht an seinen Stellvertreter abzugeben. Im Gegenzug müsse ihm jedoch Immunität zugesichert werden.

Den Angaben zufolge überreichte der jemenitische Außenminister am Sonnabend den Vermittlern des Golfkooperationsrates einen entsprechenden Bescheid. Vertreter der Opposition sollen ebenfalls grundsätzlich zugestimmt haben. Laut Gesetz muss das Parlament dem Rücktritt des Präsidenten zustimmen. Das Parlament im Jemen wird von Anhängern von Präsident Saleh dominiert.

Aus Protest gegen Präsident Saleh blieben am Sonnabend viele Geschäfte geschlossen. In der Hafenstadt Aden im Süden des arabischen Landes seien bis zu 90 Prozent der Läden und Märkte nicht geöffnet worden, berichtete ein Reuters-Journalist. Auch der Unterricht in Schulen finde nicht statt. In Tais, einer Hochburg der Saleh-Gegner, und anderen Orten blieben die Rollläden der Geschäfte ebenfalls unten.

Derweil zeigten auf einer Kundgebung in Bagdad mehrere Hundert Anhänger einer irakischen Schiiten-Partei ihre Solidarität mit der Oppositionsbewegung in Bahrain. Die Demonstranten forderten ein Ende des gewaltsamen Vorgehens gegen die Protestbewegung in dem Golfstaat sowie einen Abzug der dabei eingesetzten Truppen.