PolitikNews

Plagiats-Affäre: Altkanzler Schmidt hält Guttenberg für unklug

Plagiats-Affäre

Altkanzler Schmidt hält Guttenberg für unklug

Altkanzler Helmut Schmidt (SPD) hat Ex-Verteidigungsminister Karl-Theodor zu Guttenberg (CSU) Ungeschick in der Plagiatsaffäre attestiert. "Es war gewiss nicht klug, zunächst nur Fehler einzuräumen und erst ein paar Tage später auf den Doktortitel zu verzichten", sagte er dem "Zeit-Magazin". Darauf angesprochen, dass er zu Guttenberg vor einiger Zeit noch als kanzlertauglich bezeichnet hatte, sagte er: "Ja, wenn er ein paar Jahre in seinem Amt durchgestanden hätte."

Plagiats-Verdacht

Koch-Mehrin soll bewusst getäuscht haben

Die FDP-Spitzenpolitikerin Silvana Koch-Mehrin hat nach einem Bericht der Internet-Plattform "VroniPlag Wiki" bei ihrer Doktorarbeit vorsätzlich Texte anderer Autoren kopiert. "In der untersuchten Dissertation wurden in erheblichem Ausmaß fremde Quellen verwendet, die nicht oder nicht hinreichend als Zitat gekennzeichnet wurden", heißt es in einem Bericht zu der Doktorarbeit. Über die Untersuchung berichten auch die "Frankfurter Rundschau" und "Spiegel Online".

Umfrage

Fischer wäre chancenreichster Grünen-Kanzlerkandidat

Sollten die Grünen einen eigenen Kanzlerkandidaten aufstellen, hätte der frühere Außenminister Joschka Fischer die besten Chancen. Bei einer Direktwahl würde Fischer gegen Kanzlerin Angela Merkel (CDU) auf 31 Prozent der Stimmen kommen, wie aus einer Forsa-Umfrage für den "Stern" hervorgeht. Fraktionschef Jürgen Trittin würde gegen Merkel 28 Prozent einfahren, seine Kollegin Renate Künast nur 27 Prozent. In der Umfrage kamen Grüne und SPD zum wieder auf eine absolute Mehrheit. Die Grünen erzielten 28 Prozent (plus einen Prozentpunkt). Die SPD fiel um einen Punkt auf 23 Prozent. Die Union steigerte sich um einen Punkt auf 31 Prozent, während die FDP wieder auf das Rekordtief von drei Prozent fiel - ein Punkt weniger als zuvor.

Umweltschutz

Schavan bekommt ersten Elektro-Dienstwagen

Bundesforschungsministerin Annette Schavan (CDU) gibt Gas - und zwar ganz umweltfreundlich: Die Christdemokratin übernahm am Dienstag das erste alltagstaugliche Elektrofahrzeug in die Dienstwagenflotte ihres Ministeriums, wie ihre Pressestelle mitteilte. "Ich ermuntere andere Behörden und Unternehmen ausdrücklich, unserem Beispiel zu folgen", sagte Schavan . Der Mercedes erfülle mit einer Reichweite von mehr als 200 Kilometern die Voraussetzungen für den Einsatz im Fuhrpark des Ministeriums.