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Ägypten: Ex-Präsidentn Mubarak droht womöglich Todesstrafe

Ägypten

Ex-Präsidentn Mubarak droht womöglich Todesstrafe

Dem gestürzten ägyptischen Staatschef Husni Mubarak droht Medienberichten zufolge möglicherweise die Todesstrafe. Wenn die Justiz des Landes ihn der tödlichen Gewalt gegen Demonstranten zu Jahresbeginn für schuldig befinde, könne er gehängt werden, berichtete die amtliche Tageszeitung "El Ahram". Dessen Präsident Sakaria Schalasch sagte dem Blatt zudem, Mubaraks früherer Innenminister Habib el Adli habe ausgesagt, den Befehl zur gewaltsamen Auflösung der Massenproteste direkt vom Präsidenten erhalten zu haben.

Finnland

Rechtsruck bei der Parlamentswahl

Finnland steht bei der Parlamentswahl am Sonntag vor einem markanten Rechtsruck. Nach einer am Freitag veröffentlichten Gallup-Umfrage wollen für die rechtspopulistischen Wahren Finnen 15,4 Prozent stimmen. Das wäre fast eine Vervierfachung der 4,1 Prozent bei den letzten Wahlen 2007. Die Wahren Finnen haben im Wahlkampf Verschärfungen beim Zuwanderungsrecht verlangt und sich kategorisch gegen Hilfszahlungen an überschuldete EU-Länder gewandt. Sie verlangen außerdem ein Verbot gleichgeschlechtlicher Ehen.

China

Streit über Pekinger Ausstellung wird heftiger

Knapp zwei Wochen nach der Verhaftung des regimekritischen Künstlers Ai Weiwei in China reißt der Streit um die deutsche Kunstausstellung in Peking nicht ab. Für den Deutschen Kulturrat wäre ein Abbruch der Ausstellung "kein Desaster". Die schwache Reaktion aus Deutschland auf die Verhaftung zeige das Dilemma staatlich geförderter Kulturprojekte in Diktaturen. Für diesen Sonntag sind Menschen weltweit zu Demonstrationen zur Freilassung Ai Weiweis vor chinesischen Botschaften aufgerufen.

Vatikan

Piusbrüder kritisieren Seligsprechung Johannes Paul II.

Der Generalobere der traditionalistischen Piusbruderschaft, Bernard Fellay, übt Kritik an der bevorstehenden Seligsprechung von Papst Johannes Paul II. Damit werde die Gesamtheit seines Pontifikats und seine skandalösesten Unternehmungen gewürdigt, schreibt Fellay in einem vom Internetinformationsdienst DICI der Piusbrüder veröffentlichten Rundbrief. Als Beispiele führt der Generalobere einen Kuss des Papstes auf eine Koranausgabe und Bußzeremonien für vermeintliche Versäumnisse der Kirche in der Vergangenheit an.