Die Linke

Lafontaine schließt Rückkehr in Bundespolitik nicht aus

Ex-Linke-Chef Oskar Lafontaine schließt eine Rückkehr in die Bundespolitik nicht kategorisch aus. Der frühere Parteivorsitzende beabsichtige zwar nicht, erneut eine Spitzenfunktion zu übernehmen, sagte Linksfraktionschef Gregor Gysi.

Für eine Notsituation schließe er das aber nicht aus. Was eine solche sein könnte, sagte Gysi aber nicht. Für ein bundespolitisches Comeback Lafontaines sprach sich die stellvertretende Linke-Vorsitzende Sahra Wagenknecht aus. Vor allem im Westen sei Lafontaine eine Integrationsfigur der Linken und habe für Wahlerfolge gesorgt, sagte sie der "Bild"-Zeitung. "Wir müssen auf dem Erfolgskurs von Lafontaine weitergehen." Lafontaine hatte sich Anfang 2010 wegen einer Krebserkrankung vom Parteivorsitz zurückgezogen. Er ist Linksfraktionschef im Saarland. Eine Rückkehr an die Parteispitze hatte er zuletzt zwar abgelehnt, sich aber zugleich optimistisch über seinen Gesundheitszustand geäußert. Thüringens Linksfraktionschef Bodo Ramelow sprach sich gegen eine Rückkehr Lafontaines an die Parteispitze aus.