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Niederlande: Islamkritiker Wilders muss sich Hass-Prozess stellen

Niederlande

Islamkritiker Wilders muss sich Hass-Prozess stellen

Der niederländische Islamgegner Geert Wilders muss sich doch in einem Prozess wegen Aufstachelung zum Hass gegen Muslime verantworten. Das Bezirksgericht in Amsterdam wies seinen Antrag auf Einstellung des Verfahrens in fast allen Punkten zurück. Es ebnete damit den Weg zur Eröffnung des Hauptverfahrens gegen den Chef der populistischen Partei für die Freiheit (PVV). Der 47-jährige PVV-Chef hatte den Islam als "faschistische Ideologie" und dessen Propheten als "Mörder und Pädophilen" beschimpft. Am Mittwoch sagte er, der Prophet Mohammed sei "der grausame Hauptmann einer Räuberbande aus Medina gewesen, die ohne Skrupel plünderte, vergewaltigte und mordete".

Irak

Al-Maliki lässt Geiseldrama mit 65 Toten untersuchen

Nach dem blutigen Geiseldrama in der irakischen Stadt Tikrit mit 65 Toten hat Ministerpräsident Nuri al-Maliki eine Untersuchung des Verbrechens angeordnet. Der Regierungschef setzte am Mittwoch eine Sonderkommission aus Vertretern der Sicherheitsorgane ein, um die Hintergründe des Blutbads aufklären zu lassen. Extremisten hatten am Dienstag das Provinzparlament in Tikrit gestürmt und die dort tagenden Abgeordneten in ihre Gewalt gebracht. Irakische Sicherheitskräfte stürmten das Gebäude, zahlreiche Geiseln starben.

Pakistan

Mutmaßlicher Top-Terrorist in Pakistan festgenommen

In Pakistan ist nach einem Hinweis des US-Geheimdiensts CIA ein mutmaßliches Führungsmitglied einer dem Terrornetzwerk al-Qaida nahestehenden Extremistengruppe festgenommen worden. Der Mann gelte als Drahtzieher des Bombenanschlags auf der indonesischen Insel Bali im Jahr 2002, hieß es am Mittwoch aus pakistanischen Geheimdienstkreisen. Bei dem Attentat wurden 202 Menschen getötet, darunter zahlreiche Ausländer. Über den genauen Zeitpunkt und die Umstände der Festnahme machten die Behörden keine Angaben.

Israel

Jerusalem prüft Bau von Insel vor dem Gazastreifen

Israels Regierung prüft offenbar den Bau einer künstlichen Insel vor dem von ihr streng abgeriegelten Gazastreifen. Ein israelischer Privatsender berichtet, dass Verkehrsminister Jaakov Katz an einem solchen Projekt arbeite. Demnach ist eine acht Quadratkilometer große künstlich gebaute Insel geplant, auf der für die Palästinenser ein Hafen, ein Airport, Hotels und ein Touristengebiet entstehen sollen. Zum Festland soll eine vier Kilometer lange Brücke führen. Dem Bericht zufolge belaufen sich die Kosten auf 3,5 bis 7 Milliarden Euro.