Menschenfeindlichkeit

Studie: Vorurteile sind in Europa weit verbreitet

In vielen Ländern Europas sind Vorurteile gegenüber Migranten, Muslimen, Juden, Frauen und Schwulen weit verbreitet.

Als Spitzenreiter bei den negativen Einstellungen stellten die Autoren der gestern in Berlin vorgestellten "Studie über gruppenbezogene Menschenfeindlichkeit in Europa" Ungarn und Polen fest. Die niedrigsten Werte im europäischen Durchschnitt wurden in den Niederlanden ermittelt.

Befragt wurden jeweils tausend Menschen ab 16 Jahren in acht Mitgliedsländern der Europäischen Union - so auch in Deutschland. So stimmt laut Studie beispielsweise jeder zweite Europäer (50,4 Prozent) der Aussage zu, "dass es zu viele Einwanderer" in seinem Land gibt, und 54,4 Prozent sind der Meinung, dass der Islam eine Religion der Intoleranz ist. Dabei variieren die Werte von Land zu Land zum Teil erheblich. So sind in Polen nur 27,1 Prozent der Meinung, dass es zu viele Einwanderer im Land gibt, in den Niederlanden sind es 46 Prozent und in Italien mit 62,4 Prozent die meisten Befragten im europäischen Vergleich.