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Afghanistan: US-Soldat gesteht dreifachen Mord an afghanischen Zivilisten

Afghanistan

US-Soldat gesteht dreifachen Mord an afghanischen Zivilisten

Wegen der Ermordung afghanischer Zivilisten ist ein US-Soldat zu 24 Jahren Gefängnis verurteilt worden. Der 23-jährige Jeremy Morlock hatte am Mittwoch gestanden, im vergangenen Jahr drei unbewaffnete afghanische Dorfbewohner vorsätzlich umgebracht zu haben. "Ich habe gewusst, dass das, was ich getan habe, falsch war", erklärte Morlock vor dem Militärgericht auf dem Stützpunkt Lewis-McChord im Bundesstaat Washington. Morlock ist das erste Mitglied des sogenannten Kill Teams einer Infanterieeinheit, dem die Ermordung der Zivilisten zur Last gelegt wird.

Italien

Keine Verurteilung Italiens wegen Genua-Gipfel

Die italienische Polizei hat mit dem Todesschuss auf einen Demonstranten beim G-8-Gipfeltreffen in Genua 2001 kein Grundrecht verletzt. Der Europäische Gerichtshof für Menschenrechte wies mit diesem Urteil eine Beschwerde der Eltern des damals getöteten 23-Jährigen zurück. Sie hatten der italienischen Regierung vorgeworfen, unverhältnismäßig scharf gegen die Demonstranten vorgegangen zu sein und damit das in der Menschenrechtskonvention formulierte Recht auf Leben verletzt zu haben. Gegen dieses Urteil ist keine Berufung möglich.

Vereinte Nationen

Bewerberinnen nach Menstruationszyklus befragt

Ein Fragebogen für Bewerberinnen sorgt für Kritik bei den Vereinten Nationen. Im Rahmen der Einstellungsuntersuchungen werden Fragen nach Menstruationszyklen und Verhütung gestellt. Der Sprecher von Generalsekretär Ban Ki-moon, Martin Nesirky, bestätigte am Donnerstag einen entsprechenden Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Die Fragen dienten aber ausschließlich dem Schutz der Bewerberinnen, sagte er. "Wir versuchen einfach, uns ein möglichst gutes Bild von der Gesundheit des Bewerbers zu machen." dpa

Spanien

Baskische Separatistenpartei von Wahl ausgeschlossen

Eine neugegründete Separatistenpartei im spanischen Baskenland darf nicht an den Kommunalwahlen im Mai teilnehmen. Spaniens Oberster Gerichtshof erklärte die Organisation Sortu (Geburt) in der Nacht zum Donnerstag für illegal und entschied, dass sie nicht ins Parteienregister eingetragen werden darf. Die Richter begründeten ihre Entscheidung damit, dass die Partei sich nicht in ausreichender Weise von der Terrororganisation Eta abgegrenzt habe.