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Biologie: Unbekanntes Nagetier in brasilianischen Bergen entdeckt

Biologie

Unbekanntes Nagetier in brasilianischen Bergen entdeckt

Im Regenwald Brasiliens ist einem Zeitungsbericht zufolge ein neues Nagetier entdeckt worden. Das Tier, die weiß-gefleckte Bergratte (Drymoreomys albimaculatus), lebe auf einer Höhe von tausend Metern in Gebirgszügen im Südosten Brasiliens, sagte der Biologe Alexandre Percequillo von der Universität São Paulo. Die Spezies umgebe ein "evolutionäres Geheimnis", da die am nächsten verwandte Art in einem wasserarmen Tal in den peruanischen Anden lebe, sagte der Forscher, der die Bergratte in der Fachzeitschrift "Zoological Journal of the Linnean Society" beschreibt. Der Nager hat "Ballen" unter seinen Pfoten und zwischen den Fingern, was es dem Tier ermöglicht, in Bäumen zu klettern.

Psychologie

Schlechter Job belastet mehr als Arbeitslosigkeit

Ein schlechter Job belastet das seelische Wohl vieler Menschen noch stärker als Arbeitslosigkeit. Die Forscher der Australischen Nationaluniversität in Canberra untersuchten repräsentativ mehr als 7000 Erwachsene über sieben Jahre. Dabei verglichen sie die seelische Verfassung der Teilnehmer mit ihrem Berufsstand und den Arbeitsbedingungen, also etwa der Bezahlung, der Jobsicherheit, den beruflichen Anforderungen oder der Unterstützung am Arbeitsplatz. Erwartungsgemäß waren arbeitslose Teilnehmer generell in schlechterer mentaler Verfassung als Berufstätige. Bei näherer Analyse hing das Wohl der Beschäftigten wesentlich von der Qualität ihres Jobs ab. Fanden Arbeitslose eine gute Anstellung, so besserte sich ihr seelischer Zustand. Bei einem schlechten Job sank die psychische Verfassung auf einen neuen Tiefpunkt, so die Forscher im Journal "Occupational and Environmental Health".

Internet

Grünes Licht für Rotlichtbezirk im Cyberspace

Zu bekannten Internetkürzeln wie ".com" oder ".org" kommt bald auch die Endung ".xxx" hinzu - als Kennung für Pornoseiten. Die für die Adressverwaltung im Netz zuständige Organisation ICANN (Internet Corporation for Assigned Names and Numbers) billigte nach jahrelangen Streitereien die Einrichtung eines virtuellen Rotlichtbezirks. Im Protest dagegen vereint, fanden sich höchst unterschiedliche Parteien. Die Pornoindustrie fürchtet, unter der Extraadresse ins Abseits gedrängt zu werden. Ihr Verdacht geht dahin, dass Regierungen die Endung zur Pflicht machen könnten, um pornografische Inhalte einfacher sperren zu können. Religiöse Gruppen hingegen wenden ein, das die Zuteilung einer eigenen Ecke im Netz "für Erwachsene" die Inhalte der Seiten legitimiere.