Ausland

Tote im Jemen, Schlägereien in Bahrain, Demo in Bagdad

Bei regierungskritischen Protesten im Jemen sind nach Angaben von Demonstranten mindestens vier Menschen getötet und sieben weitere verletzt worden.

Soldaten hätten am Freitag in die Menge der Protestierenden in Semla geschossen, rund 170 Kilometer nördlich der Hauptstadt Sanaa, sagte ein Vertreter der schiitischen Aufständischen. In Aden und Sanaa demonstrierten ebenfalls Tausende friedlich gegen die Regierung.

Im Königreich Bahrain kam es erstmals seit Beginn der Proteste vor über zwei Wochen zu Auseinandersetzungen zwischen Sunniten und Schiiten. Einwohnern der Stadt Hamad zufolge gingen in der Nacht sunnitische und schiitische Muslime aufeinander los. Etwa 100 Menschen seien beteiligt gewesen. Nach Angaben des Innenministeriums dauerte es rund zwei Stunden, bis die Polizei die Lage unter Kontrolle hatte. Im Irak haben mehrere Tausend Menschen gegen die Regierung demonstriert. Rund 2000 Demonstranten versammelten sich am Freitag in der Hauptstadt Bagdad, um gegen Korruption, Arbeitslosigkeit und die öffentlichen Dienste zu protestieren. Eine Gruppe im Internet-Sozialnetzwerk Facebook hatte die Bürger dazu aufgerufen. Auch in Ägypten demonstrierten Tausende Menschen für die Umsetzung von Reformen. Der designierte Regierungschef Essam Scharaf versprach auf dem Tahrir-Platz in Kairo, die Forderungen der Demonstranten zu erfüllen.