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Israel: Nahost-Beauftragter Michaelis wird neuer Botschafter

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Israel

Nahost-Beauftragter Michaelis wird neuer Botschafter

Der Nahost-Beauftragte Andreas Michaelis soll neuer deutscher Botschafter in Israel werden. Dies habe das Kabinett beschlossen, verlautete am Donnerstag aus Regierungskreisen. Der Posten in Israel ist eine der wichtigsten Stellen, die das Auswärtige Amt in Berlin zu vergeben hat. Angesichts der Umwälzungen im Nahen Osten gewinnt er zusätzliche Bedeutung. Michaelis war früher Sprecher von Außenminister Joschka Fischer (Grüne) und später dann deutscher Botschafter in Singapur.

Tunesien

Ex-Präsident Ben Ali offenbar seit zwei Tagen im Koma

Einen Monat nach seiner Flucht ist der ehemalige tunesische Präsident Zine al-Abidine Ben Ali nach Angaben eines Vertrauten durch einen Schlaganfall ins Koma gefallen. Ben Ali liege seit Dienstag in einem Krankenhaus im saudi-arabischen Dschidda, sagte der Freund der Familie am Donnerstag. Der 74-Jährige war nach 23 Jahren Herrschaft nach Massenprotesten aus seiner Heimat geflohen. "Er ist in einem kritischen Zustand", sagte der Freund der Familie Ben Alis.

Ägypten

Früherer Innenminister al-Adli festgenommen

Der bei vielen Ägyptern verhasste frühere Innenminister Habib al-Adli ist nach Korruptionsvorwürfen festgenommen worden. Das verlautete am Donnerstag aus ägyptischen Sicherheitskreisen. Außerdem wurden der ehemalige Bauminister Ahmed Maghrabi und der frühere Tourismusminister Suheir Garana ebenfalls unter Korruptionsverdacht in Gewahrsam genommen. Des weiteren wurde der Stahlindustrielle Ahmed Ess festgenommen, der eine führende Rolle in der Nationaldemokratischen Partei des zurückgetretenen Staatschefs Husni Mubarak spielte. Alle sollen wegen der laufenden Ermittlungen für insgesamt 15 Tage in Haft bleiben.

Tansania

20 Tote nach Explosionen in Waffendepots der Armee

Bei einer Serie von Explosionen im Zentralmunitionsdepot der tansanischen Armee in Daressalam sind nach amtlichen Angaben mindestens 20 Menschen getötet worden. Ministerpräsident Mizengo Pinto sagte am Donnerstag im Parlament, 23 Munitionsbunker, eine Schule und zwei Häuser seien durch die Explosionen am Mittwochabend dem Erdboden gleichgemacht worden. 4000 Menschen hätten Zuflucht im Nationalstadion gefunden. Die Zahl der Opfer werde möglicherweise noch steigen. Noch habe die Regierung keinen vollständigen Überblick.

( rtr )