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USA: Terrorgefahr so groß wie seit 2001 nicht mehr

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USA

Terrorgefahr so groß wie seit 2001 nicht mehr

Die Terrorgefahr ist nach den Worten von US-Heimatschutzministerin Janet Napolitano in den USA so hoch wie seit den Anschlägen vom 11. September 2001 nicht mehr. Die Terrorgruppe al-Qaida und ihre Verbündeten versuchten immer stärker, Amerikaner und Bürger anderer westlicher Staaten zu rekrutieren, die dann die Anschläge ausführen sollten, erklärte Napolitano im US-Kongress. Für die Sicherheitskräfte und Geheimdienste ergäben sich dadurch ganz neue Herausforderungen. Der Direktor des Anti-Terror-Zentrums, Michael Leiter, erklärte, die Führung der al-Qaida, die sich in Pakistan aufhalte, sei geschwächt. Dadurch seien andere, ihr nahestehende Gruppen eigene Wege gegangen.

Italien

Berlusconi vergleicht Ermittlungen mit Stasi

Italiens Ministerpräsident Silvio Berlusconi hat der Justiz bei den Ermittlungen zu seinem Privatleben Stasi-Methoden vorgeworfen. In einem Interview mit der Zeitung "Il Foglio" erneuerte der 74-Jährige seine Kritik an den seiner Ansicht nach parteiischen Medien und Justizbehörden. So wandte Berlusconi sich gegen die aus seiner Sicht koordinierten Versuche der "Anti-Berlusconi Lobby", "absurde Ermittlungen, die an die Jagd der Spione in ,Das Leben der Anderen' im kommunistischen Deutschland erinnern, in einen internationalen Skandal zu verwandeln".

Pakistan

Attentäter in Schuluniform reißt 31 Menschen in den Tod

Durch den Anschlag eines jugendlichen Selbstmordattentäters in Pakistan sind mindestens 31 Soldaten getötet worden. Der Attentäter in Schuluniform habe seinen Sprengsatz am Donnerstag beim Morgenappell von Rekruten in einem Militärstützpunkt in Mardan im Nordwesten des Landes gezündet, teilten Sicherheitsvertreter mit. Zu dem Anschlag bekannten sich die pakistanische Taliban-Gruppierung TTP. Bei dem Attentäter handele es sich um einen 14 oder 15 Jahre alten Jugendlichen, der selbst nicht zu den Rekruten des Stützpunktes gehört habe, sagte ein ranghoher Polizeibeamter in Mardan.

Frankreich

Richter protestieren gegen Sarkozy

Französische Richter haben am Donnerstag landesweit gegen Attacken von Präsident Nicolas Sarkozy auf Justizvertreter demonstriert. Hunderte Robenträger versammelten sich in zahlreichen Städten zu Protestmärschen und Kundgebungen. Auf Plakaten und Spruchbändern waren Parolen zu lesen wie: "Wer die Justiz attackiert, bringt die Demokratie in Gefahr." Hintergrund des in der französischen Geschichte einmaligen Streiks sind Äußerungen des Präsidenten, der der Justiz nach dem Mord an einer jungen Frau Fehler vorgeworfen hatte, weil der mutmaßliche Täter wegen Vergewaltigung mehrfach vorbestraft war.

( dapd )