Außenpolitik

Abgeordnetenhaus fordert Freilassung von Journalisten

Neue Solidaritätsbekundungen für die im Iran inhaftierten Reporter der "Bild am Sonntag": Wie die "B.Z. am Sonntag" berichtet, fordern jetzt auch die Fraktionschefs aller im Berliner Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien die Freilassung der Journalisten Marcus Hellwig und Jens Koch.

Sie wurden am 10. Oktober in Täbris verhaftet, als sie ein Interview mit dem Sohn der wegen Ehebruchs zum Tod durch Steinigung verurteilten Iranerin Sakine Aschtiani führen wollten. Seit 105 Tagen sitzen die beiden Reporter nun schon in Haft. "Die Solidarität aller Demokraten ist mit den beiden Reportern", sagte Berlins Regierender Bürgermeister Klaus Wowereit (SPD) und forderte die Regierung in Teheran auf, die beiden Journalisten freizulassen.

Die Fraktionschefs aller im Berliner Abgeordnetenhaus vertretenen Parteien sehen das genauso. In einer Erklärung, die der Präsident des Berliner Abgeordnetenhauses, Walter Momper (SPD), gemeinsam mit allen Repräsentanten unterzeichnete, heißt es: "Ihre Inhaftierung widerspricht allen Grundrechten und internationalen Regeln. Ihre Inhaftierung ist ein Akt gegen die Menschlichkeit."

Auch Bundespräsident Christian Wulff (CDU) setzte sich für die beiden Reporter der "Bild am Sonntag" ein. Er ließ er den Journalisten im Gefängnis von Täbris persönliche Schreiben durch Diplomaten überbringen. Der Bundespräsident spricht den Journalisten darin Mut zu und versichert ihnen das Mitgefühl und die Solidarität ihrer Landsleute.