PolitikNews

Tunesien/Jordanien: Trauer um die Opfer der sozialen Unruhen

Tunesien/Jordanien

Trauer um die Opfer der sozialen Unruhen

Tunesien hat der Opfer der Proteste gedacht, die zum Sturz des Präsidenten Zine al-Abidine Ben Ali führten. Zu Beginn der dreitägigen Staatstrauer rief das tunesische Religionsministerium die Imame des Landes auf, die Opfer der politischen Unruhen in ihre Freitagsgebete einzuschließen. Unterdessen haben in Jordanien angesichts der schwierigeren wirtschaftlichen Lage Tausende den Rücktritt ihrer Regierung gefordert.

Albanien

Mehrere Tote bei Ausschreitungen in Tirana

Bei Protesten in der albanischen Hauptstadt Tirana sind am Freitag mindestens drei Menschen erschossen und Dutzende weitere verletzt worden. Mehr als 20 000 Anhänger der Opposition versammelten sich und forderten Neuwahlen. Die Ausschreitung sind der bisherige Höhepunkt mehrmonatiger Spannungen zwischen der konservativen Regierung und der sozialistischen Opposition. Wegen Korruptionsvorwürfen war Wirtschaftsminister und stellvertretender Regierungschef Ilir Meta zurückgetreten.

Iran

Teheran verlangt im Atomstreit ein Ende der Sanktionen

Der Iran ist mit der Forderung nach Aufhebung der Sanktionen in neue Gespräche über sein umstrittenes Atomprogramm gegangen. Dies sei eine Voraussetzung für ernsthafte Verhandlungen, wurde am Freitag aus iranischen Delegationskreisen erklärt, während es in Istanbul ein erstes Treffen mit der EU-Außenbeauftragten Catherine Ashton und Diplomaten der 5+1-Gruppe gab. Dazu gehören die USA, Russland, China, Frankreich, Großbritannien und Deutschland.

Haiti

Ex-Diktator Duvalier darf Land nicht mehr verlassen

Nach seiner überraschenden Heimkehr darf Haitis Ex-Diktator Jean-Claude Duvalier das Land vorerst nicht mehr verlassen. Wegen der gegen Duvalier laufenden Verfahren wurde ein Ausreiseverbot erwirkt. Die USA erhöhten den Druck auf die haitianische Regierung, bei der von Betrugsvorwürfen überschatteten Präsidentschaftswahl reinen Tisch zu machen. Der am Sonntag aus dem französischen Exil zurückgekehrte Duvalier darf das Land nicht verlassen, weil ein Gerichtsbeschluss gegen ihn vorliegt.

Vatikan/Italien

Mitten im Berlusconi-Skandal: Papst fordert Moral

Appell mitten in der jüngsten Sex-Affäre um Regierungschef Silvio Berlusconi: Papst Benedikt XVI. hat die Gesellschaft und die öffentlichen Institutionen aufgerufen, zu ihren moralischen Wurzeln zurückzukehren. In einer Audienz für das römische Polizeipräsidium am Freitag im Vatikan klagte Benedikt über eine "gewisse Schwächung" ethischer Grundsätze und auch im moralischen Verhalten. Die Sexaffären des Ministerpräsidenten erwähnte er nicht.