Nach dem Attentat

US-Kongressabgeordnete Giffords kann bereits wieder stehen

Die bei dem Attentat von Tucson vor knapp zwei Wochen schwer verletzte US-Kongressabgeordnete Gabrielle Giffords macht gute Fortschritte bei ihrer Genesung. Wie der behandelnde Neurochirurg Michael Lemole sagte, kann sie mithilfe bereits wieder stehen und Bilder auf einem Tabletcomputer anschauen.

"Dies sind alles fantastische Fortschritte, sie zeigen ihre guten kognitiven Fähigkeiten", sagte Lemole. Er sagte, dass die 40-Jährige bis zur vollständigen Heilung nach dem Kopfdurchschuss aber noch einen langen Weg vor sich habe.

Giffords Ehemann Mark Kelly zeigte sich am Donnerstag zuversichtlich, dass seine Frau wieder vollständig gesund wird. "Ich denke der nächste Schritt ist, dass sie läuft, spricht und in zwei Monaten werden Sie sie durch die Vordertür dieses Gebäudes gehen sehen", sagte der Nasa-Astronaut. Er bestätigte, dass seine Frau am Freitag in eine Reha-Klinik in Houston im Bundesstaat Texas verlegt wurde, damit sie näher an seiner Arbeitsstelle und ihren beiden Töchtern ist.

Giffords war am 8. Januar in einem Einkaufszentrum in der Stadt Tucson in Arizona aus nächster Nähe in den Kopf geschossen worden. Der 22-jährige Täter wurde am Mittwoch in Phoenix in Arizona des versuchten Mordes an Giffords und zwei ihrer Gehilfen angeklagt. Bei dem Anschlag kamen insgesamt sechs Menschen ums Leben, dreizehn weitere wurden verletzt. Alle Verletzten bis auf die Abgeordnete wurden bereits aus dem Krankenhaus entlassen.