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FDP-General Lindner offen für Bündnis mit SPD

Die FDP hat versichert, grundsätzlich sei für sie eine Koalition mit den Sozialdemokraten denkbar. Ihr Generalsekretär Christian Lindner, der in der SPD durchaus geschätzt wird, sagte der "Bild am Sonntag", die FDP müsse "auch mit der SPD prinzipiell koalitionsfähig sein".

Sogleich schränkte Lindner ein, seine Partei werde dem SPD-Vorsitzenden Sigmar Gabriel nicht hinterherlaufen. Kurzerhand etikettierte Lindner Gabriel als "populistisch".

Lindner weiß wenigstens die Sozialdemokraten zu ärgern: Mit der SPD von Altkanzler Gerhard Schröder, Ex-Bundesfinanzminister Peer Steinbrück und dem ehemaligen Wirtschaftsminister Wolfgang Clement wäre eine Koalition sicher möglich, meint Lindner. Er weiß indes, dass Schröder inzwischen mehr für Gazprom denn für die SPD wirkt. Und dass Clement, der seine Partei verlassen hat, gern bei der FDP auftritt. Aber Steinbrück? Der wird inzwischen doch als Kanzlerkandidat gehandelt!

Sigmar Gabriel könnte jetzt kontern, eine Koalition mit einer FDP von Ex-Innenminister Gerhart Baum, Bis-heute-Urgestein Burkhard Hirsch und Justizministerin Sabine Leutheusser-Schnarrenberger könne er sich vorstellen. Baum und Hirsch sind längst abgetreten. Doch Leutheusser-Schnarrenberger? Könnte die Politikerin mit dem schönsten aller Spitznamen, könnte "Schnarre" also nicht schon bald den schwächelnden Riesenstaatsmann Guido Westerwelle an der Spitze der FDP beerben? Spätestens dann sollten sich Lindner und Gabriel einmal zusammensetzen. Am besten gemeinsam mit Steinbrück und Leutheusser-Schnarrenberger.