Ermittlungen

Zwei Lehrer aus der Region unter Verdacht

Durch die von Stephanie zu Guttenberg moderierte RTL 2-Sendung "Tatort Internet", sind auch zwei Männer aus Berlin und Brandenburg ins Visier der Behörden geraten. Sie wurden von den Fernsehdetektiven bei dem Versuch aufgespürt, im Internet Kontakt zu minderjährigen Mädchen aufzunehmen.

Besonders brisant: Beide Männer sind Lehrer, ihre Schüler sind im gleichen Alter wie die Teenager, auf die sie es offenbar im Internet abgesehen haben.

Einer der Männer ist ein 36-jähriger Berliner Gymnasiallehrer. Der Pädagoge nahm im Internet Kontakt zu einer 14-Jährigen auf und vereinbarte schließlich ein Treffen. Was er nicht ahnte: Hinter dem Mädchen verbarg sich eine Journalistin, die für die RTL 2-Sendung recherchierte, die vermeintliche Internetbekanntschaft, die er traf, war eine mädchenhaft wirkende 18-Jährige und das Treffen wurde von dem Fernsehsender heimlich aufgezeichnet. Ziel des 36-Jährigen war es offenbar, eindeutige Fotos von dem Teenager zu machen. Bei dem Treffen äußerte er seine Wünsche und Erwartungen allerdings so vage, dass das von dem Sender an die Polizei übergebene Material zur Einleitung von Ermittlungen nicht ausreicht. Eine Sprecherin der Senatsbildungsverwaltung sagte, man habe zu dem Fall noch keinerlei Informationen, sollte sich allerdings ein konkreter Verdacht ergeben, seien Maßnahmen bis zur Entlassung aus dem Schuldienst die Folge.

Der zweite von RTL 2 aufgedeckte aber noch nicht gesendete Fall betrifft einen Lehrer aus Brandenburg. Dieser soll bei einem Treffen mit einem 13-Jährigen seine sexuellen Wünsche wesentlich deutlicher geäußert haben. Stefan Breiding vom Brandenburgischen Bildungsministerium kündigte bereits an, die Staatsanwaltschaft einzuschalten, sollte sich der Verdacht bestätigen. Der Vorsitzende der Deutschen Kinderhilfe Georg Ehrmann forderte, dass auch das Anbahnen von Kontakten zu Kindern bereits als Straftat gewertet werden müsse.

( hhn/pol )