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Nieren-Operation: Steinmeier will Dienst am 26. Oktober wieder antreten

Nieren-Operation

Steinmeier will Dienst am 26. Oktober wieder antreten

SPD-Fraktionschef Frank-Walter Steinmeier (54) und seine Frau Elke Büdenbender (48) haben sieben Wochen nach ihrer Nieren-Operation die Reha beendet und sind in ihr Berliner Haus zurückgekehrt. Beide würden weiter ambulant behandelt, teilte ein Fraktionssprecher gestern mit. Die Genesung sei bei beiden weiter sehr zufriedenstellend. Steinmeier will bei der Fraktionssitzung am 26. Oktober wieder seinen Dienst aufnehmen. Dem 54-Jährige war am 24. August in der Charité eine Niere entfernt worden. Das Organ wurde seiner schwer kranken Frau transplantiert.

Geschichte

Bundestag lässt Stasi-Einfluss auf Abgeordnete untersuchen

Der Bundestag will sich mehr Klarheit über den Einfluss der DDR-Staatssicherheit auf Abgeordnete vor 1989 verschaffen. Die Birthler-Behörde soll darüber ein Gutachten anfertigen. Im Ältestenrat stimmten alle Fraktionen einem Vorschlag von Bundestagspräsident Norbert Lammert (CDU) zu. "Gerade der Bundestag sollte nicht den Eindruck entstehen lassen, das Parlament halte eine Überprüfung von möglichen Verbindungen insbesondere früherer Abgeordneter zur DDR-Staatssicherheit für unzumutbar und an anderen Stellen dagegen für unverzichtbar", betonte Lammert.

Linke

Gysi wirft seiner Partei Selbstbeschäftigung vor

Der Chef der Linksfraktion im Bundestag, Gregor Gysi, hat seiner Partei schwere Versäumnisse vorgeworfen. Seit der Bundestagswahl sei die Linke in "Selbstbeschäftigung und Passivität verfallen", sagte er der "Frankfurter Rundschau". Dass sie in Umfragen auf der Stelle trete, habe sie sich vor allem selbst zuzuschreiben. Der Protest gegen das Bahnprojekt Stuttgart 21 zeige, dass gerade ein "rebellisches Bürgertum" entstehe. Das dürfe man nicht den Grünen überlassen, so Gysi. "Wir haben uns zu lange ausgeruht auf der Basis, die wir hatten."

Käßmann-Nachfolge

Präses Schneider will für EKD-Ratsvorsitz kandidieren

Der amtierende Ratsvorsitzende der Evangelischen Kirche in Deutschland (EKD), Nikolaus Schneider, hat seine Bereitschaft bekräftigt, für das Spitzenamt des deutschen Protestantismus zu kandidieren. Wenn der Rat der EKD ihn frage, "werde ich Ja sagen", sagte der 63-Jährige der "Rheinischen Post". Nach dem Rücktritt von Margot Käßmann wird ihr Nachfolger auf Vorschlag des Rates von der EKD-Synode gewählt, die Anfang November in Hannover zusammentritt.