Geld

Union geht bei Mindestlohn auf Konfrontationskurs

Im Koalitionsstreit über die Ausweitung von Mindestlöhnen arbeiten Experten von CDU und CSU an Gegenvorschlägen zum mühsam ausgehandelten Kompromiss. "Für die Union ist wichtig, dass die Tarifautonomie nicht angetastet wird", sagte der CDU-Arbeitsmarktpolitiker Ralf Brauksiepe der "Financial Times Deutschland".

Deshalb müsse das Mindestarbeitsbedingungengesetz nachgebessert werden, das Arbeitsminister Olaf Scholz (SPD) in Absprache mit Kanzleramtschef Thomas de Maizière (CDU) vorgelegt hat. "An entsprechenden Änderungen arbeiten wir gerade." "In Branchen mit geringer Tarifbindung muss es für Arbeitgeber und Gewerkschaften möglich bleiben, trotz eines festgelegten Mindestentgeltes weiter eigene Tarifabschlüsse zu vereinbaren", forderte der Arbeitsmarktexperte. Die Tarifvereinbarungen dürften nicht ersatzlos auslaufen.