Sozialpolitik

Von der Leyen: Keine Alternative zur Rente mit 67

Bundesarbeitsministerin Ursula von der Leyen (CDU) sieht angesichts des drohenden Fachkräftemangels keine Alternative zur Rente mit 67. Auch die Arbeitnehmergruppe in der Union, die CDA, befürwortet die Verlängerung der Lebensarbeitszeit.

Der Vorsitzende der CDA im Bundestag, Peter Weiß, knüpft dies aber an die Bedingung, dass tatsächlich mehr ältere Menschen Beschäftigung finden.

"Es stimmt nicht, wie die SPD behauptet, dass wir eine anhaltend schlechte Situation für Ältere auf dem Arbeitsmarkt haben", sagte von der Leyen der "Rheinischen Post". Genau das Gegenteil sei in Zukunft der Fall. Die Arbeitsministerin räumte allerdings ein, dass heute - trotz Verbesserungen - nur 40 Prozent der 60- bis 64-Jährigen sozialversicherungspflichtig beschäftigt sind.

Nach Angaben der Bundesregierung vom Juni hatten 2008 von den 64-Jährigen nur zehn Prozent eine sozialversicherungspflichtige Beschäftigung. Die SPD will die Rente mit 67 so lange aussetzen, bis ein größerer Anteil älterer Menschen auf dem Arbeitsmarkt tatsächlich auch Beschäftigung findet.

Peter Weiß verwies auf den im November erwarteten Bericht der Bundesregierung über die Beschäftigung älterer Arbeitnehmer. "Wenn der Bericht zeigt, dass die Beschäftigtenzahl Älterer zunimmt, gibt es keinen Grund, an der Einführung der Rente mit 67 zu rütteln", sagte Weiß der Berliner Morgenpost.