Iran

Ex-Kanzler beim Holocaust-Leugner

Gerhard Schröder hält sich seit Donnerstag zu einem viertägigen Besuch im Iran auf, bei dem er neben Präsident Ahmadinedschad noch weitere Regierungsvertreter treffen wollte.

- Er folgt mit der Reise einer Einladung des iranischen Medizinprofessors Madschid Samii, dem Gründer des International Neuroscience Institute in Schröders Heimatstadt Hannover. Ein Sprecher des Auswärtigen Amtes sagte, der Altbundeskanzler reise auf eigene Rechnung und nicht im Auftrag der Bundesregierung. Es sei aber vorher der Sachverstand der Regierung eingeholt worden. Der Zentralrat der Juden hatte Schröder wegen des Treffens mit Ahmadinedschad scharf kritisiert. "Herr Schröder fügt dem Ansehen der Bundesregierung und der Bundesrepublik Deutschland schweren Schaden zu", sagte Generalsekretär Stephan Kramer.