Israel weitet Militäraktionen aus

Nablus - Zwei Tage nach dem blutigen Anschlag auf die Hebräische Universität in Jerusalem hat Israel seine Militäraktionen in den Autonomiegebieten ausgeweitet. Mindestens fünf Palästinenser wurden gestern getötet, zwei von ihnen beim groß angelegten israelischen Einmarsch in Nablus im Westjordanland.

Zudem verstärkte Israel den Druck auf die Angehörigen von Attentätern. Ungeachtet internationaler Proteste ordnete es die Abschiebung von zwei Palästinensern an, die Mitte Juli gemeinsam mit 19 weiteren Angehörigen von militanten Extremisten festgenommen worden waren. Die Männer, die für zwei Jahre aus dem Westjordanland in den Gazastreifen verbannt werden sollen, legten vor einem Militärgericht Berufung gegen ihre Ausweisung ein.

Als Reaktion auf den jüngsten Anschlag von Jerusalem kündigte Israel weitere abschreckende Maßnahmen an. In Tulkarem und Hebron wurden die Häuser von zwei Männern niedergerissen, die im vergangenen Jahr bei anti-israelischen Anschlägen ums Leben gekommen waren. Die Autonomiebehörde von Palästinenser-Präsident Jassir Arafat warnte vor einer Eskalation der Gewalt. AFP