Mehrjährige Haftstrafen im Schreiber-Prozess

Augsburg - Im Prozess um Schmiergelder bei einem Rüstungsgeschäft mit Saudi-Arabien sind die zwei früheren Thyssen-Manager Jürgen Maßmann und Winfried Haastert zu fünf bzw. zwei Jahren und vier Monaten Haft verurteilt worden. Das Landgericht sah es als erwiesen an, dass die Angeklagten Provisionszahlungen von dem Waffenlobbyisten Karlheinz Schreiber erhalten und nicht versteuert hatten. Ursprünglich sollte auch Schreiber mit auf der Anklagebank sitzen. Durch seine Flucht nach Kanada entzog sich dieser aber dem Zugriff der Justiz. Das Auslieferungsverfahren gegen ihn läuft noch. Die Ermittlungen hatten 1999 auch die CDU-Parteispendenaffäre ans Licht gebracht. Dabei waren auch Ex-Schatzmeister Walther Leisler Kiep, Ex-Verteidigungsstaatssekretär Holger Pfahls und Max Strauß ins Visier der Ermittler geraten. Alt-Kanzler Helmut Kohl musste im Zuge der Affäre den CDU-Ehrenvorsitz abgeben, Wolfgang Schäuble verlor sein Amt als Parteichef. dpa