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Deutschland: Germanwings: Ermittelungen wegen fahrlässiger Tötung ++ Großbritannien: Kater reiste von Australien nach Nordirland ++ Niederlande: Gericht spricht Skandalarzt von Fehldiagnosen frei

Germanwings: Ermittelungen wegen fahrlässiger Tötung

Die Staatsanwaltschaft in Marseille hat nach dem Germanwings-Absturz wie angekündigt ein Verfahren wegen fahrlässiger Tötung eingeleitet. Es werde gegen Unbekannt ermittelt, sagte Staatsanwalt Brice Robin am Donnerstag. In dem Verfahren will die Staatsanwaltschaft auch eine mögliche Verantwortung von Germanwings und der Konzernmutter Lufthansa klären. Zuletzt hatte Robin allerdings betont, es gebe bisher keinerlei Beweise, dass die Fluggesellschaften Informationen über den aktuellen Gesundheitszustand des Copiloten gehabt hätten. Die Lufthansa erklärte in Frankfurt, dass sie die Ermittlungen vorbehaltlos unterstütze.

Kater reiste von Australien nach Nordirland

Dass Katzen sich gern herumtreiben ist nichts Neues. Doch wie eine Katze aus Australien ins rund 17.000 Kilometer entfernte Nordirland kommen konnte, gibt Menschen weltweit gerade Rätsel auf. Bei einem Routinecheck staunten die Tierschützer in Armagh doppelt: Der rötliche Kater, den sie Ozzie getauft hatten, hatte einen Mikrochip implantiert, der das Geburtsjahr 1989 angab. Demnach wäre Ozzie mindestens 25 Jahre alt – für eine Katze ein unglaubliches Greisenalter. Noch erstaunlicher war der Ort, wo der Mikrochip einst eingesetzt worden war: Sydney. Inzwischen haben die irischen Tierschützer einen internationalen Aufruf gestartet.

Gericht spricht Skandalarzt von Fehldiagnosen frei

Der niederländische Skandalarzt Ernst Jansen ist überraschend vom Vorwurf der schweren Misshandlung freigesprochen worden. Das Berufungsgericht in Arnheim sah die Schuld für Dutzende schwere Fehldiagnosen nicht als erwiesen an. Wegen Verdunkelung und Urkundenfälschung aber verurteilte es den Neurologen am Donnerstag zu sechs Monaten Haft auf Bewährung. In erster Instanz war Jansen zu drei Jahren Haft verurteilt worden. Der heute 69 Jahre alte Arzt habe zwar Fehler gemacht, urteilte das Gericht. Doch eine Absicht sei nicht erwiesen. Er hatte auch lange in Deutschland gearbeitet. Die Staatsanwaltschaft hatte sechs Jahre Haft gefordert.