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El Salvador: Dutzende von Toten bei Bandenkämpfen ++ Marokko: Kofferkind ist wieder mit seiner Mutter vereint ++ Vatikan: Zwei Nonnen sitzen tagelang in einem Aufzug fest

Dutzende von Toten bei Bandenkämpfen

Jugendbanden, die um die Kontrolle des Drogenhandels und von Schutzgelderpressungen kämpfen, verwandeln El Salvador in ein Schlachtfeld. Allein am vergangenen Wochenende seien in dem mittelamerikanischen Land 77 Menschen getötet worden, teilte das Institut für Gerichtsmedizin am Dienstag mit. Pro Tag werden in El Salvador derzeit etwa 25 Menschen ermordet – wesentlich mehr als zu Zeiten des Bürgerkrieges von 1980 bis 1992. Mit etwa 60 Morden je 100.000 Einwohner war El Salvador nach Angaben der Vereinten Nationen 2014 eines der gefährlichsten Länder der Welt. Sollten die Sicherheitsbehörden das Problem nicht in den Griff bekommen, könnte die Mordrate dieses Jahr auf 80 steigen.

Kofferkind ist wieder mit seiner Mutter vereint

Der achtjährige Adou hat weltweit Aufsehen erregt, als er in einem Koffer nach Spanien geschmuggelt werden sollte. Wochenlang war er bei Behörden untergebracht. Nun ist er wieder bei seiner Mutter. Behörden der Stadt Ceuta, einer spanischen Enklave auf afrikanischem Boden, übergaben das Kind am Montag. Sie und der Vater von Adou Ouattara leben bereits legal in Spanien und haben versucht, ihre Kinder nachzuholen. Der Kofferschmuggel war am 7. Mai aufgeflogen, als das Gepäck der Marokkanerin in Ceuta durchleuchtet wurde. Das Foto hatte viele geschockt und ein Licht auf die Nöte der Flüchtlinge geworfen.

Zwei Nonnen sitzen tagelang in einem Aufzug fest

Zwei Nonnen sind fast drei Tage ohne Essen und Trinken in einem defekten Lift in Rom gefangen gewesen. Der Aufzug sei wegen eines Stromausfalls am Freitagnachmittag in einer religiösen Einrichtung stecken geblieben, berichteten italienische Medien am Montag. Zwar hätten die Nonnen um Hilfe gerufen, aber das Gebäude sei leer gewesen. Auch ein Mobiltelefon hätten sie nicht gehabt. Erst am Montagmorgen sei eine Putzfrau skeptisch geworden, als ihr niemand die Tür zu dem Haus geöffnet habe. Sie habe die Polizei alarmiert. Die 58 und 68 Jahre alten Nonnen, die aus Irland und Neuseeland kommen, hätten sich mit Rosenkranz-Gebeten Mut zugesprochen.