Unglück

Zahl der Toten nach Schiffskatastrophe in China steigt auf 396

Die Zahl der Opfer nach der verheerenden Schiffskatastrophe auf dem Jangtse-Fluss im Osten Chinas ist auf fast 400 gestiegen.

Fünf Tage nach dem Unglück bargen die Retter am Sonnabend Hunderte weitere Leichen, nachdem das gekenterte Schiff mit Kränen aufgerichtet worden war, wie der staatliche Informationsrat mitteilte. Überlebende wurden dabei nicht entdeckt. Insgesamt wurden nun 396 Opfer registriert, 46 Menschen werden immer noch vermisst. Aller Voraussicht nach sind 442 der 456 Menschen an Bord des Touristenschiffes „Stern des Orients“ ums Leben gekommen. Damit ist das Unglück das schlimmste in China seit fast sieben Jahrzehnten.

Das 2200 Tonnen schwere Schiff war am Montagabend bei Jianli in der zentralchinesischen Provinz Hubei im Sturm auf dem Jangtse gekentert. Nur 14 Menschen überlebten. Unter den Opfern waren meist ältere Touristen, die auf einer elftägigen Tour waren. Der chinesische Präsident Xi Jinping verlangte eine gründliche Aufklärung des Unglücks. Wegen des schlechten Wetters waren mindestens zwei andere Schiffe in der Gegend vor Anker gegangen. Der „Stern des Orients“ dagegen war weitergefahren.