Dean Potter

US-Star unter den Extremsportlern tödlich verunglückt

Der amerikanische Extremsportler Dean Potter ist bei einem Flug mit einem sogenannten Wingsuit im Yosemite-Nationalpark tödlich verunglückt.

Der 43-Jährige sei zusammen mit seinem 29-jährigen Kletterpartner Graham Hunt vom 2300 Meter hohen Taft Point abgesprungen, danach sei der Kontakt abgebrochen, sagte ein Parksprecher. Ein Rettungshubschrauber habe später die Leichen der beiden Männer im Yosemite-Tal entdeckt. Potter war als sogenannter Base-Jumper bekannt – er sprang von Gebäuden, Antennen oder Bergspitzen in die Tiefe. Wingsuits sind Anzüge, die Flügel nachempfinden und das Segeln durch die Luft erlauben. Base-Jumping ist in den US-Nationalparks verboten. Möglicherweise sprangen die beiden Männer, die in der Nähe des Yosemite-Parks wohnten, deshalb in der Dämmerung oder bei Dunkelheit. „Das ist ein schrecklicher Zwischenfall“, sagte Parksprecher Scott Gediman und sprach den Angehörigen sein Beileid aus.

Potter und Hunt waren in der Kletterszene in dem berühmten Nationalpark sehr bekannt. Potter machte immer wieder Furore damit, dass er sehr schwierige Routen allein, mit bloßen Händen und ohne Seile kletterte. Er balancierte auch über Seile zwischen Felsformationen – gesichert nur über einen Fallschirm auf seinem Rücken. Im Jahr 2009 hatte er mit einem Base-Sprung an der Eiger-Nordwand in der Schweiz einen Rekord aufgestellt: Er blieb mit seinem Wingsuit zwei Minuten und 50 Sekunden in der Luft. Dafür wurde er vom Magazin „National Geographic“ als „Abenteurer des Jahres“ ausgezeichnet.