Royals

„Es wäre toll, jemanden an meiner Seite zu haben“

Prinz Harry möchte gern Kinder haben und besucht Schule auf kleiner neuseeländischer Insel

Prinz Harry ist weiter auf Stippvisite in Neuseeland. Sanft, menschlich und ehrlich kam der frisch gebackene Onkel der neugeborenen Prinzessin Charlotte im Interview mit dem britischen Portal „Sky-News“ rüber, das er während seines Neuseeland-Aufenthaltes gab. Er bekannte, dass er sich eigene Kinder wünscht. „Natürlich, ich hätte sehr gerne jetzt Kinder, aber das ist eine Entwicklung, die man durchlaufen muss.“

Aber dazu fehlt ihm auch eine Partnerin. „Es wäre toll, jemanden an meiner Seite zu haben“, sagte Harry, 30. Es komme die Zeit, in der man fühle, dass es Zeit sei, sich niederzulassen. „Aber ich denke, dass man diese Dinge nicht erzwingen kann. Die Zeit wird kommen und was immer passiert, das passiert.“

Schulkindern in Halfmoon Bay auf der abgelegenen Insel Stewart Island verriet er bei einem Besuch im Unterricht, dass er seine Großmutter „Granny“ (deutsch etwa: Omi) nennt – obwohl die Staatsoberhaupt ist. Offiziell spreche er natürlich von der Queen, „weil ich in der Armee bin und sie meine Chefin ist“, so der 30-Jährige am Montag.

Auf die bohrenden Fragen der Schüler hin erzählte er außerdem, dass er gerne fremde Sprachen beherrschen würde. Er lebe nicht in einem Schloss und besitze keine Krone. Er liebe es, mit Hubschraubern umherzufliegen, und sein Lieblingsessen sei Spaghetti Bolognese.

Als Lehrerin Stephanie Michel den königlichen Gast fragte, wie er angesprochen werden wolle, meinte er: „Nur Harry, das ist in Ordnung. Harry mit einem deutschen Akzent.“ Der Prinz gehört durch die deutsche Herkunft seines Großvaters Philip formal auch zum Haus Schleswig-Holstein-Sonderburg-Glücksburg.

Beim Begrüßungsritual Hongi mit Ureinwohnern war er am Sonntag noch ganz cool. Beim Hongi werden Stirn und Nasen aneinandergedrückt, um den Atem auszutauschen und so die Freundschaft zu besiegeln. Auch beim Anblick von Kriegern im aggressiv aussehenden Tanz Haka verzog er keine Miene. Mittwoch wird es ernst: Dann lernt er selbst, bei weit aufgerissenen Augen bedrohlich mit der Zunge zu wackeln. Skeptisch wurde sein Blick, als ihm am Sonntag ein kleiner Tuatara, eine einheimische Echse, auf den Arm gesetzt wurde: Er posierte etwas angespannt für die Fotografen. Tuatara Henry, ein Namensvetter von Harry, der genau genommen auch Henry heißt, blieb gelassen: Der Echse dürfte in seinem gut 100-jährigen Leben Schlimmeres begegnet sein als ein nervöser Prinz.