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Niedersachsen: Krankenhausmorde: Anklage gegen Ex-Staatsanwalt ++ Bremen: Nächtliches Bad lässt Wohnung explodieren ++ Nigeria: Ursache der rätselhaften Todesfälle ist geklärt ++ Südkorea: Bergung von havarierter Fähre wird vorbereitet

Krankenhausmorde: Anklage gegen Ex-Staatsanwalt

Ein früherer Oberstaatsanwalt soll die Ermittlungen gegen den Ex-Krankenpfleger Niels H. wegen Mordes an Patienten verschleppt haben. Die Staatsanwaltschaft in Osnabrück hat am Montag Anklage gegen den Oldenburger Kollegen wegen Strafvereitelung im Amt und Rechtsbeugung erhoben. Er sei von August 2011 bis November 2013 für den Fall verantwortlich gewesen. Das Landgericht Oldenburg hatte Niels H. im Februar zu lebenslanger Haft verurteilt.

Nächtliches Bad lässt Wohnung explodieren

Mit einem Bad bei Kerzenschein hat ein Bremer eine Wohnung zerstört. Der 39-Jährige hatte Teelichter angezündet – und einen fatalen Ort dafür gewählt: Sie standen direkt neben Parfümflaschen und Spraydosen. Ein Deo fing Feuer. Der Mann kippte Wasser auf die Flammen. Das löste nach Angaben der Polizei von Montag eine Explosion aus. Die Badezimmertür flog aus den Angeln, die Wand wurde um mehrere Zentimeter versetzt, Teile der Decke stürzten ein. Der Mann wurde nur leicht verletzt.

Ursache der rätselhaften Todesfälle ist geklärt

Nach mysteriösen Todesfällen im Südwesten Nigerias gehen die Behörden von einer Ethanolvergiftung durch selbst gebrannten Gin aus. Die genaue Ursache sollen zusätzliche toxikologische Tests bei den Überlebenden ermitteln, teilte die Gesundheitsbehörde des Bundesstaats Ondo am Montag mit. Die Opfer zeigten Symptome wie Kopfschmerzen, Sehstörungen und Ohnmacht, 18 von ihnen starben innerhalb von 24 Stunden.

Bergung von havarierter Fähre wird vorbereitet

Vor der Küste Südkoreas könnte im Herbst mit der Bergung des Wracks der vor einem Jahr havarierten Fähre „Sewol“ begonnen werden. Das Ozean- und Fischereiministerium erwartet, dass die Sicherheitsbehörde der Regierung das Vorhaben unterstützt.Die Kosten werden auf umgerechnet mindestens 84 Millionen Euro geschätzt. Beim Untergang der „Sewol“ am 16. April 2014 waren mehr als 300 Menschen ums Leben gekommen.