Unfall

Mindestens 31 Tote bei Busunglück in Marokko

Bei einem Frontalzusammenstoß eines Reisebusses mit einem Tanklastzug sind im Süden Marokkos 31 Menschen ums Leben gekommen.

Neun weitere Insassen seien bei dem Unfall im Bezirk Chbika nahe der Stadt Tan-Tan am Freitag verletzt in Krankenhäuser gebracht worden, berichtete die marokkanische Nachrichtenagentur. Der Bus transportierte Sportler aus den Städten Bouznika und Laayoune, die bei einem nationalen Wettkampf antreten sollten. Die meisten Opfer seien zwischen acht und 14 Jahre alt, sagte ein Vertreter des Ministeriums für Jugend und Sport.

Unter ihnen ist nach einem Bericht der Zeitung „Les Ecos“ mit dem 31-jährigen Zehnkilometerläufer Hassan Issengar auch ein international bekannter Athlet. Der Unfall ereignete sich kurz vor Sonnenaufgang. Der Nachrichtenseite Le360.ma zufolge fuhr der Bus in den Sattelschlepper, der mit Kohlenwasserstoff beladen war und in Flammen aufging. Auch der Bus verbrannte. Die Onlineausgabe der französischsprachigen Zeitung „L’Economiste“ zeigte das brennende Wrack des Busses. Der Lkw wurde offenbar völlig zerstört.

Auf Marokkos Straßen kommt es immer wieder zu schweren Unfällen. Die großen Städte sind zwar mit Autobahnen verbunden, im Rest des Landes gibt es aber nur zweispurige Straßen, oft im schlechten Zustand. Eine rücksichtslose und riskante Fahrweise ist weit verbreitet. Nach Angaben der Weltgesundheitsorganisation kamen 2010 rund 5200 Menschen in Marokko bei Verkehrsunfällen ums Leben. Seitdem wurden strengere Verkehrsgesetze verabschiedet.