Naturkatastrophe

„Verheerende Lage“: Unwetter wüten in Südamerika

Bei schweren Unwettern in Südamerika sind in den vergangenen Tagen Dutzende Menschen ums Leben gekommen.

Heftige Regenfälle und Überschwemmungen zerstörten Ortschaften in Chile, Ecuador und Peru. In der eigentlich extrem trockenen Wüstenregion Atacama im Norden Chiles starben mindestens zehn Menschen, 20 galten am Wochenende noch als vermisst. Tausende Menschen mussten in Sicherheit gebracht werden. In Ecuador starben in den vergangenen Tagen mindestens 25 Menschen. In Peru verwüstete ein Erdrutsch eine Ortschaft im Osten der Hauptstadt Lima. Im trockenen Norden Chiles berichteten die Behörden von den schlimmsten Regenfällen seit 80 Jahren. Betroffen waren die Regionen Antofagasta, Atacama und Coquimbo, wo heftige Niederschläge zu Sturzfluten und Erdrutschen führten. Mehrere Ortschaften waren von der Außenwelt abgeschnitten.

Laut dem Katastrophenamt Onemi mussten mindestens 5584 Menschen in Sicherheit gebracht werden, Tausende Häuser wurden beschädigt. Mancherorts seien die Niederschläge inzwischen aber zurückgegangen. Staatschefin Michel Bachelet rief in dem Gebiet den Notstand aus und entsandte das Militär, um bei den Rettungsarbeiten zu helfen. „Die Lage ist verheerend, wir müssen schnell zu den isolierten Ortschaften gelangen“, sagte Bachelet laut der Zeitung „La Tercera“. Papst Franziskus drückte den Opfern sein Beileid aus. Das Oberhaupt der katholischen Kirche bete für die Verstorbenen, schrieb am Sonnabend Staatssekretär Pietro Parolin.