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Deutschland: Schadenersatz wegen Dioxin-Eiern ++ Italien: Gericht berät über Haft für „Costa“-Kapitän Schettino ++ Tschechien: Drei Ex-Polizisten wegen Millionenraub verhaftet

Schadenersatz wegen Dioxin-Eiern

Ein Futtermittelverkäufer muss einem Legehennenhalter Schadenersatz wegen des Dioxin-Skandals vor mehr als vier Jahren zahlen. Das hat das Oberlandesgericht Oldenburg entschieden. Der Händler müsse dem Landwirt aus Niedersachsen die Umsatzeinbußen von 43.000 Euro ersetzen, teilte ein Gerichtssprecher am Mittwoch mit. Die Behörden in vielen Bundesländern hatten Ende 2010 Tausende Schweine und Hühner töten lassen, nachdem Dioxin in Fleisch und Eiern gefunden worden war. Der Futtermittelhändler war nach ähnlichen Urteilen vor den Bundesgerichtshof gezogen, der den Fall ans Oberlandesgericht zurückgab.

Gericht berät über Haft für „Costa“-Kapitän Schettino

Ein Gericht in Florenz hat mit den Beratungen über eine sofortige Haft für den Unglückskapitän der „Costa Concordia“ begonnen. Die Richter müssen über einen Antrag der Staatsanwaltschaft entscheiden, wonach Francesco Schettino wegen Fluchtgefahr sofort ins Gefängnis müsste. Der Kapitän war am Mittwoch bei der Verhandlung nicht dabei. Schettino war wegen des Schiffsunglücks mit 32 Toten im Februar zu 16 Jahren Haft verurteilt worden. Da er in Berufung gegangen ist, ist er bisher auf freiem Fuß. Das Kreuzfahrtschiff „Costa Concordia“ war im Januar 2012 vor der Insel Giglio auf einen Felsen gefahren und gekentert.

Drei Ex-Polizisten wegen Millionenraub verhaftet

Drei Ex-Polizisten sollen in Tschechien für einen Millionenraub verantwortlich sein. Sie seien festgenommen worden, teilte eine Polizeisondereinheit in Prag am Mittwoch mit. Mit einer Panzerfaust bewaffnete Räuber in Polizeiuniformen hatten im August 2006 einen Geldtransporter überfallen und 77 Millionen Kronen (bei heutigem Kurs rund 2,8 Millionen Euro) erbeutet. Einer der Beschuldigten soll vier Jahre später den Fahrer des Wagens umgebracht haben. Es sei denkbar, dass dieser mit den Räubern unter einer Decke gesteckt habe, sagte einer der Ermittler. Von den gestohlenen Millionen fehle weiter jede Spur.