Konsum

Oktoberfest-Besucher trinken mehr Bier als angenommen

Nur ein Glas getrunken und plötzlich ist die Flasche leer.

Der Alkoholeffekt ist Trinkern in kleiner Runde längst bekannt. Jetzt stellt sich heraus: Es gibt ihn auch auf dem Oktoberfest. Die 6,3 Millionen Besucher tranken nicht wie zum Wiesn-Ende vor einem halben Jahr gemeldet 6,5 Millionen Mass Bier, sondern 7,7 Millionen Mass. Das geht aus dem Abschlussbericht für das Oktoberfest hervor, den Wiesn-Chef Josef Schmid (CSU) am Dienstag vorstellte.

Das Phänomen ist nicht neu. Im Jahr 2013 wurden erst 6,7 Millionen Mass Bier gemeldet, in der endgültigen Bilanz aber 7,7 Millionen Mass. Damit wankt auch die Faustregel: Eine Mass Bier pro Besucher. Wiesn-Chef Schmid erklärte, den Zahlen vom letzten Oktoberfest-Sonntag lägen Schätzungen zugrunde. Außerdem fehlen die Zahlen des letzten Wochenendes. Nicht in allen Zelten wird der Ausschank elektronisch gesteuert, so dass der Absatz ständig genau ablesbar wäre. Ein wundersamer Effekt bleibt aber ungeklärt: Die Differenz zwischen der vorläufigen und der offiziellen Bilanz hat ständig zugenommen. 2011 waren zunächst 7,5 Millionen Mass gemeldet worden, am Ende waren es 7,9 Millionen. Die Differenz lag bei 0,4 Millionen Liter. In den Jahren darauf waren es schon 0,5 Millionen beziehungsweise eine Million Mass Unterschied. Und nun stieg die Diskrepanz auf 1,2 Millionen Mass.