Unglück

Flieger rutscht in New York von der Piste – Passagiere wohlauf

In dichtem Schneefall ist ein Flugzeug in New York von der Landebahn abgekommen. Verletzt wurde niemand, als die MD-88 am Donnerstag durch einen Zaun des LaGuardia-Flughafens rutschte. An Bord des aus Atlanta kommenden Delta-Fluges waren 125 Passagiere und fünf Besatzungsmitglieder. Die Piloten hatten mit schlechter Sicht und einer rutschigen Piste zu kämpfen, nachdem es stundenlang geschneit hatte. Nach dem Zwischenfall verließen die Passagiere den Flieger über die Notrutschen. Der New Yorker Feuerwehr zufolge lief Treibstoff aus der Maschine aus. Der Flughafen schloss nach dem Unglück. LaGaurdia ist der kleinste der drei New Yorker Flughäfen, aber vor allem für den Inlandsverkehr ein Drehkreuz mit enormer Bedeutung. Er wurde nach acht Stunden wieder geöffnet. Es war schon der zweite Zwischenfall in LaGuardia in dieser Woche. Wenige Tage zuvor hatte laut Fox News eine MD-80, wie auch die MD-88 eine Weiterentwicklung der DC-9, einen Start wegen starken Schnees abbrechen müssen. Seit Donnerstag legte ein schwerer Schneesturm im Süden und Osten der USA das öffentliche Leben weitgehend lahm. Mehr als 90 Millionen Menschen waren von dem schweren Wintereinbruch betroffen.

In Kentucky blieben nahe der Ortschaft Elizabethtown Hunderte Autofahrer stundenlang in den weißen Massen stecken,. Dort waren in einem Zeitraum von 15 Stunden rund 50 Zentimeter Neuschnee gefallen. Wegen des winterlichen Wetters wurden am Donnerstag mehr als 4800 Flüge gestrichen, es gab rund 4000 Verspätungen, berichtete die Zeitung „USA Today“. Für Freitag waren vorsorglich 350 Flüge gestrichen worden.