Auktion

Brite ersteigert früheres Reihenhaus von Paul McCartney

Wer ein Stück Beatles-Geschichte bewohnen will, muss tief in die Tasche greifen: Ein Reihenhäuschen in Liverpool, in dem Sänger Paul McCartney, 72, als Kind gelebt hat, ist für umgerechnet mehr als 200.000 Euro versteigert worden.

Der Käufer sei Brite und wolle anonym bleiben, teilte die Maklerfirma Countrywide mit. Mit 150.000 Pfund erzielte das Haus mit drei Schlafzimmern bei der Auktion am Donnerstagabend deutlich mehr als den Schätzpreis von 100.000 Pfund. In der Gegend sind vergleichbare Immobilien auch für weniger zu haben – dann aber ohne Beatles-Bezug.

Die Auktion fand im berühmten Cavern Club statt, der eng mit dem Aufstieg der Band verbunden ist. Paul McCartney war mit seinen Eltern Jim und Mary 1947 im Alter von vier Jahren in das nun versteigerte Haus in der nordenglischen Küstenstadt gezogen. Er spreche liebevoll über seine Zeit in der Western Avenue im Stadtteil Speke, hieß es in der Mitteilung. In dem Gebäude aus rotem Backstein, das über drei Zimmer verfügt, lebte die Familie sechs Jahre lang. Die McCartneys waren in dem Viertel gut bekannt, weil Pauls Mutter damals als Hebamme arbeitete.

Eine Seltenheit sind solche Versteigerungen in Liverpool nicht: Erst im Oktober hatte ein Haus, in das George Harrison als Sechsjähriger eingezogen war, 156.000 Pfund eingebracht. Im Jahr zuvor hatte ein anonymer Käufer aus den Vereinigten Staaten für das Haus, in dem der 1980 ermordete John Lennon die ersten fünf Jahre seines Lebens mit seiner Mutter verbracht hatte, sogar 480.000 Pfund gezahlt.