Urteil

Fährunglück in Hongkong: Beide Kapitäne schuldig

Knapp zweieinhalb Jahre nach einem der schlimmsten Schiffsunglücke in Hongkong ist der Kapitän der beteiligten Fähre des 39-fachen Totschlags für schuldig befunden worden.

Die neun Geschworenen hielten es zudem für erwiesen, dass der Seemann die Sicherheit der Passagiere gefährdet hat, wie Medien in Hongkong am Sonnabend berichteten. Dafür könnte er zu einer lebenslänglichen Gefängnisstrafe verurteilt werden. Das Strafmaß muss aber noch festgelegt werden.

Die Fähre war am 1. Oktober 2012 mit einem kleineren Boot zusammengestoßen. Dabei wurden 39 Menschen getötet und fast 100 verletzt. Richter Andrew Bruce gab beiden Kapitänen eine Mitschuld. Sie hätten es versäumt, ordnungsgemäß Ausschau zu halten und dann nicht schnell genug reagiert. Auch die Geschworenen befanden den Kapitän des kleineren Schiffes wegen Gefährdung von Passagieren für schuldig. Die Höchststrafe dafür liegt bei vier Jahren Haft und etwa 22.500 Euro Bußgeld.

( AP )