Flugzeugunglück

Toter Trans-Asia-Pilot wird in Taiwan als Held gefeiert

„Mayday, Mayday, Flammabriss des Motors!“ – das waren die letzten Worte aus dem Cockpit, bevor das Flugzeug am Mittwoch in Taipeh abstürzte.

Nur 15 Menschen haben den Unfall überlebt. 32 der 58 Insassen sind tot, elf Menschen noch vermisst. Der Pilot Liao Chien-tsung, 42, ist eines der Opfer. Sein Handeln hat noch Schlimmeres verhindert. Wäre das Flugzeug nicht in den Fluss Keelung gestürzt, sondern auf ein dicht bewohntes Gebiet der taiwanesischen Hauptstadt, wäre die Katastrophe ungleich größer ausgefallen. Die kurze Flugroute der Maschine der Fluggesellschaft Trans Asia konnte auf der Webseite flightradar24.com nachvollzogen werden.

Während die Behörden noch nach der Unglücksursache suchen, mehren sich im Internet die Stimmen, die Liao als Helden und „unendlich selbstlos“ verehren. Der Pilot hatte das Flugzeug scharf gewendet. Er muss, so wird diskutiert, gewusst haben, dass ein Absturz unausweichlich war. Betrachte man seine Route, sagt Fluganalyst Daniel Tsang aus Hongkong, „machte er offenbar einen bewussten Versuch, weitere und unnötige Opfer zu vermeiden, indem er in den Fluss tauchte. Es war ein sehr mutiger Schritt.“