Adel

Die Rolle endlich gefunden

Stéphanie von Monaco wird 50: Die ehemalige Skandal-Prinzessin ist zur Ruhe gekommen

Sie war Model, Popstar, Designerin, mit Palastangestellten und Zirkuskünstlern liiert oder verheiratet: Stéphanie von Monaco. Heute ist die Prinzessin Präsidentin des Zirkusfestivals von Monte Carlo und Schirmherrin der Aids-Hilfe-Vereinigung Fight Aids Monaco. Jeder durchschreite Phasen, sagt die Prinzessin, die am Sonntag 50 wird. Ohne diese Erfahrungen wäre sie nicht die, die sie heute sei.

Stéphanie wohnt nicht auf dem Felsen, auf dem sich der Palast der Grimaldis, die Residenz der monegassischen Fürsten, über dem Mittelmeer erhebt. Bereits vor Jahren ist sie ins Stadtviertel Fontvieille gezogen, in eines der mehrstöckigen, neoklassizistischen Gebäude. Als sie mit Franco Knie liiert war, dem schweizer Zirkuschef, lebte sie im schweizerischen Rapperswil zeitweise in einem Wohnwagen.

Sie hat schon immer ihr eigenes Leben gelebt – radikal und ohne Rücksicht auf die Etikette. Sie entwarf Bademoden, eröffnete eine Boutique in Monaco – und sang Popsongs. Mit Erfolg. Ihre erste Platte Mitte der 80er-Jahre mit dem Titel „Ouragan“ (englisch: „Irresistible“) schaffte es in diversen Ländern in die Hitparaden.

Standesgrenzen überschritt Stéphanie auch mit ihren Beziehungen. Statt andere Adlige und reiche Männer zu lieben, schenkte sie ihr Herz Leibwächtern oder Zirkuskünstlern. Von Daniel Ducruet, den sie 1995 nach der Geburt ihrer beiden Kinder Louis, 22, und Pauline, 20, heiratete, ließ sie sich nur ein Jahr später scheiden. Aus der Beziehung zu dem Bodyguard Jean-Raymond Gottlieb ging ihre zweite Tochter, Camille, 16, hervor. Doch auch das Verhältnis zu Gottlieb ging in die Brüche. Die heimliche Hochzeit im September 2003 mit dem fast zehn Jahre jüngeren Zirkuskünstler Adans Lopez Peres war erneut gefundenes Fressen für die Boulevardpresse – ebenso die Scheidung 14 Monate später.

Heute scheint Ruhe in ihr Leben eingekehrt zu sein. Wobei der Prinzessin ihre drei Kinder über alles gehen. Die Prinzessin wirkt bei ihren Auftritten zufrieden und glücklich. „Glück ist etwas sehr Persönliches, etwas, das nur einen Moment, wenige Sekunden dauert“, erklärte sie. Sie empfinde ein Gefühl der Zufriedenheit, wenn sie andere glücklich machen könne. So spricht wohl eine Prinzessin, die sich und ihre Rolle gefunden hat.