Steuerhinterziehung

Uli Hoeneß gibt den Bayerischen Verdienstorden zurück

Uli Hoeneß hat den Bayerischen Verdienstorden zurückgeschickt.

Wie die „Bild“-Zeitung berichtete, gab seine Frau Susi das weiß-blaue Malteserkreuz in München in der Staatskanzlei ab. Eine Sprecherin der Staatskanzlei bestätigte am Sonnabend: „Er hat den Bayerischen Verdienstorden zurückgegeben.“ Weitere Einzelheiten nannte sie nicht.

Den Bayerischen Verdienstorden hatte Hoeneß 2002 vom damaligen Ministerpräsident Edmund Stoiber (CSU) bekommen, weil er sich „für unseren Staat und für das Wohl seiner Bürgerinnen und Bürger eingesetzt“ habe. Mit ihm waren damals zugleich die Schauspielerin Senta Berger und der Filmregisseur Michael Verhoeven ausgezeichnet worden.

Hoeneß ist wegen Hinterziehung von 28,5 Millionen Euro Steuern zu dreieinhalb Jahren Haft verurteilt worden und verbüßt seine Strafe seit Juni in der Haftanstalt Landsberg am Lech. Seit September hat er mehrfach Ausgang bekommen, musste aber abends wieder ins Gefängnis zurückkehren. Weihnachten darf er zu Hause am Tegernsee mit seiner Familie feiern, eine Nacht dürfe er in Bad Wiessee verbringen. Ab Januar wird er als Freigänger beim FC Bayern in der Nachwuchsarbeit erwartet.

Am vergangenen Dienstag war Hoeneß’ Erpresser zu drei Jahren und neun Monaten Haft verurteilt worden. Der 51-jährige Mann hatte 215.000 Euro gefordert und drohte bei Nichtzahlung, Hoeneß werde im Gefängnis einen „unruhigen Haftverlauf“ haben.