Wetter

Kaum Chancen auf weiße Weihnachten

Sturmtief „Billie“ hat zum Wochenende in Teilen Deutschlands gewütet. Zahlreiche Bäume stürzten um – mindestens zwei Menschen starben.

So kam in Goslar (Niedersachsen) am Freitagabend ein 22 Jahre alter Autofahrer ums Leben, als ein Baum auf sein Auto stürzte. Der junge Mann starb auf dem Weg in die Klinik. Ebenfalls von einem Baum erschlagen wurde ein 47 Jahre alter Autofahrer in Frankfurt am Main. Der Autofahrer starb noch an der Unfallstelle. Ein zweiter Wagen wurde ebenfalls beschädigt, der Fahrer blieb aber unverletzt.

Nach Sturmtief „Billie“ waren Zehntausende Menschen im Baltikum ohne Strom. In Lettland fiel nach Angaben des nationalen Energieversorgers am Sonnabend in rund 38.000 Haushalten die Elektrizität aus, in Litauen in 12.000. Am stärksten betroffen waren die Landesteile nahe der Ostseeküste. Auch in Estland waren Tausende ohne Strom. In allen drei Ländern mussten die Rettungskräfte zu zahlreichen Einsätzen ausrücken, nachdem heftige Windböen Bäume und Strommasten umlegten.

Nach Sturmtief „Billie“ brechen in Deutschland etwas ruhigere Zeiten an. Insgesamt werden die nächsten Tage nach Vorhersage der Meteorologen regnerisch und bei Temperaturen deutlich über dem Gefrierpunkt für die Jahreszeit zu warm. Mitte der Woche ziehen dann neue Stürme heran. Schlechte Aussichten für Wintersportler: Am Alpenrand kann es bis zu 10 Grad warm werden, vielerorts kann es bis in die Gipfellagen tauen.

Auch im Endspurt auf Weihnachten lässt der Winter in Deutschland auf sich warten. Am wärmsten war es am Sonntag in München mit fast schon frühlingshaften 13 Grad. Viel zu warm für die Jahreszeit laut Meteorologen. Allein auf dem Brocken in Sachsen-Anhalt liegt derzeit eine 20 Zentimeter dicke Schneedecke. „Ein winterliches Szenario gibt es momentan nicht in unseren Modellen“, sagte der Meteorologe Florian Engelmann vom Deutschen Wetterdienst. Für eine genaue Prognose ist es momentan zwar noch viel zu früh, die Meteorologen rechnen aber momentan nicht mit weißen Weihnachten.