Freigang

Justiz beschert Uli Hoeneß frohe Weihnachten

Nach Informationen der „Bild am Sonntag“ darf Uli Hoeneß Weihnachten im Kreise seiner Familie verleben und eine Nacht im eigenen Bett verbringen.

Bisher war er tagsüber Freigänger und musste abends zurück in die JVA Landsberg. Demnach soll er auch Silvester die Aussicht auf den Tegernsee genießen und zusammen mit seiner Frau Susanne in Freiheit sein können. Es gilt zudem als sicher, dass Hoeneß dann im Januar mit spürbar gelockerten Haftbedingungen rechnen kann. Er soll dann wohl ins Freigängerhaus nach Rothenfeld verlegt werden. Von dort aus könnte er dann tagsüber einer geregelten Arbeit nachgehen und würde erst abends wieder einfahren müssen. Das Münchner Landgericht hatte ihn Mitte März wegen Steuerhinterziehung in Höhe von 28,5 Millionen Euro zu einer Freiheitsstrafe von drei Jahren und sechs Monaten verurteilt.

Unterdessen offenbaren sich immer mehr reuige Steuersünder dem Finanzamt: Die Zahl der Selbstanzeigen hat 2014 bereits die Marke von 35.000 übersprungen, wie aus einer Umfrage der der Berliner Morgenpost unter den 16 Länderfinanzministerien hervorgeht. Damit gibt es in diesem Jahr schon jetzt deutlich mehr Selbstanzeigen als im bisherigen Rekordjahr 2013, als sich rund 24.000 Steuerbetrüger gemeldet hatten. Mit 8583 Anzeigen gab es die meisten in Baden-Württemberg. Das Stuttgarter Finanzministerium schätzt die Mehreinnahmen allein 2014 auf 497 Millionen Euro. Auf weiteren Plätzen folgen Nordrhein-Westfalen (365 Millionen Euro) und Bayern (250 Millionen Euro).