Unwetter

Taifun „Hagupit“: Schwere Verwüstungen, aber wenige Tote

Der Taifun „Hagupit“ hat auf den Philippinen zwar schwere Verwüstungen angerichtet. Aber nach Angaben der Behörden sind weit weniger Opfer zu befürchten als durch Taifun „Haiyan“ vor einem Jahr.

Damals kamen mehr als 7000 Menschen ums Leben. Offenbar zahlten sich jetzt die Massenevakuierungen aus. Nach Angaben des Katastrophenschutzes sind drei Menschen an Unterkühlung und durch einen umstürzenden Baum ums Leben gekommen.

Dennoch habe die Vorbereitung „eindeutig Leben gerettet“, sagte Andrew Rosauer vom Kinderhilfswerk World Vision. Mehr als 700.000 Menschen waren geflohen, teils zu Verwandten im Landesinneren, teils in Notlager. „Die Notaufnahmelager in Tacloban sind voll, und man muss sich um die sanitäre Versorgung kümmern.“ In Lawaan auf der Insel Samar wurde mitten im Sturm in einem Notlager ein Mädchen geboren, berichtete der Sender ABC-CBN. Die Eltern hätten das Kind Ruby genannt – so heißt der Taifun auf den Philippinen. Samar, wo der Taifun in der Nacht auf Land traf, lag auch 2013 im Auge des Taifuns „Haiyan“.

Millionen Menschen waren am Sonntag ohne Strom. Nach dem Durchzug des Taifuns waren Straßen durch entwurzelte Bäume oder umgeknickte Strommasten blockiert. In der vor einem Jahr verwüsteten Stadt Tacloban lag Schutt in den Straßen. „Wir haben bislang keine Berichte über Todesopfer“, sagte Bürgermeister Alfred Romualdez im Rundfunk. „Das Schlimmste scheint hinter uns zu liegen.“ Am Nachmittag tobte der Wirbelsturm vor der Insel Masbate westlich von Samar. Nun zieht der Taifun weiter.